60. Jahrestag des Aufstands vom 17. Juni 1953
17. Juni 2013 - Vivien Zuzok
Mahnmal für uns alle
SPD: „Der 17. Juni 1953 gehört zum Besten der demokratischen Tradition Deutschlands.“ (Foto: dpa)
Am 17. Juni 1953 standen Hunderttausende in der DDR zum Kampf für Freiheit und Demokratie gegen die SED-Diktatur auf. Der SPD-Parteikonvent würdigte den Volksaufstand in einer Resolution am Sonntag als „stolzes Datum in der Geschichte deutscher Freiheitsbewegungen.“
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In seiner Rede zur „Resolution anlässlich des 60. Gedenktags an den Aufstand am 17. Juni 1953 in der DDR“ erklärte Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit am Sonntag auf dem SPD-Parteikonvent sichtlich bewegt: „Wir denken heute an die Opfer dieses Aufstandes und hoffen, dass dies ein Mahnmal und Zeichen sein wird für uns alle, Freiheit und Demokratie in jeder Phase unseres Lebens zu verteidigen.“
Der 17. Juni: Meilenstein unserer demokratischen Tradition
Die einstimmig verabschiedete Resolution würdigt den Volksaufstand als Kampf für Demokratie und Freiheit: „Daher gehört dieser Tag in die große Tradition der deutschen Arbeiterbewegung und zum Besten der demokratischen Tradition Deutschlands.“ Auch heute erinnere dieser Tag daran, dass „Freiheit auch die Freiheit von Not und Benachteiligung“ ist.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
Die Resolution setzt sich zudem für die Angleichung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Ost und West ein. „So steht es im Grundgesetz, dafür müssen wir weiterhin aktiv kämpfen“, sagte Wowereit.
Dafür kämpfe die SPD mit ihren Forderungen nach einem gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro und Tarifverträgen. In Ostdeutschland bekämen – je nach Branche – noch immer zwischen 15 und 45 Prozent weniger Lohn für ihre Arbeit, so Wowereit. Zudem fordert die Resolution eine vollständige Angleichung des Rentenwertes Ost an West bis 2020.
Demokratie vor Feinden schützen
Auch heute gelte, genauso wie vor 60 Jahren: „Demokratie muss gelebt werden, Demokratie muss jeden Tag verteidigt werden.“ Aus diesem Grund stehe die SPD „nach wie vor für ein NPD-Verbot“, so Wowereit.
Abschließend machte er klar: „Wir wollen eine Gesellschaft schaffen, in der die Menschen, so unterschiedlich sie sind, gemeinsam ihre Zukunft gestalten. Dafür steht die Sozialdemokratie seit 150 Jahren und von diesem Kurs wird sie sich nie abbringen lassen.“
Gedenkfeier für Opfer des Volksaufstands
Im Rahmen einer Gedenkfeier zu Ehren der Opfer des Volksaufstandes auf dem Berliner Friedhof Seestraße legte Wowereit am Montag gemeinsam mit dem Berliner Abgeordnetenhaus-Präsident Ralf Wieland (SPD) und dem Geschäftsführer der Vereinigung 17. Juni 1953, Joachim Fritsch, einen Kranz nieder.
Zu der Gedenkfeier waren auch Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gekommen, um der Toten des 17. Juni 1953 zu gedenken.