durch den Beitritt Kroatiens in die EU, am 01.07.2013,
766 Abgeordnete.
Dies ist die erste Europawahl nach Inkrafttreten des
Vertrages von Lissabon, unterzeichnet 13.12.2007,
gültig ab 01.12.2009, in dem die Zahl der Mitglieder
im Europäischen Parlament auf 751 Mandate begrenzt
wurde. Nach einem Verteilschlüssel, (Fläche und Ein-
wohnerzahl eines Landes), wurden die 751 Mandate
auf die 28 EU-Mitgliedsstaaten verteilt. Es erhält somit
jeder Mitgliedsstaat eine feste Anzahl von Sitzen.
Deutschland erhält im neu zu wählenden Parlament
96 Sitze, bisher 99, Dänemark z.B. 13 Sitze.
Aktiv und passiv wahlberechtigt sind alle EU-Bürger
ab einer bestimmten Altersgrenze, die jedes Land selbst
festlegen kann. Für Deutschland gilt das aktive Wahl-
recht ab 18 Jahren,(Stichtag Wahlsonntag), und man
muß seit mindestens drei Monaten innerhalb Deutsch-
lands wohnen.
Passiv wahlberechtigt, also wählbar, sind alle aktiv
Wahlberechtigten auch ohne die Drei- Monatsregelung.
Das aktive und passive Wahlrecht darf jeweils nur in
einem Mitgliedsstaat der Europäischen Gemeinschaft
ausgeübt werden.
In Deutschland galt die Drei-Prozent-Sperrklausel
zur Europawahl, eingeführt erst im Juni 2013 vom
Bundestag, wurde sie durch das Bundesverfassungs-
gericht am 26.02.2014 jedoch wieder gekippt.
Dies ermöglicht nun auch kleineren Parteien, wie z.B.
der Tierschutzpartei oder der Piratenpartei, den Einzug
ins Europaparlament, wenn vielleicht auch nur mit
einem Abgeordneten. Der Aufschrei der großen Parteien
scheint verständlich, müssen sie doch fürchten, Sitze
an die kleinen Parteien zu verlieren.
Bei der Europawahl hat jeder Wähler nur eine Stimme,
mit der er die Bundes-bzw. Landesliste einer Partei
wählt. Die Deutschland zustehenden 96 Sitze im EU-
Parlament werden auf die Parteien, entsprechend dem
Verhältnis ihrer insgesamt erreichten Stimmenzahl,
verteilt. Im bisherigen EU-Parlament hat die CDU-34
Sitze, die CSU-8, die SPD-23, die Grünen 14, die FDP-
hat 12 Sitze und die Linke-8.
Schon heute gibt es im EU-Parlament 162 Parteien,
die sich zu Fraktionsgemeinschaften zusammenge-
schlossen haben. Ein Thema für den nächsten Beitrag.!
Für das Homepage-Team
Horst Bohlen

1. Vorsitzender: Andreas Kunstreich-Deutsch
„Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“
Willy Brandt, 15. September 1992
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