In eigener Sache:

Veröffentlicht am 18.05.2016 in Allgemein

Vor 2 Tagen haben wir auf Glyphosat aufmerksam gemacht. Heute Topmeldung auf allen Kanälen


Unsere Position ist klar: Nein!

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Trotz des jüngsten Berichts, der eine Krebsgefahr durch das weltweit meistgenutzte, umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat verneint, bleibt die SPD bei ihrer ablehnenden Haltung. Denn die Risikobewertungen sind widersprüchlich.

Immer mehr Menschen sorgen sich um die gesundheitliche Unbedenklichkeit unserer Lebensmittel. Die Debatte über Glyphosat verunsichert viele Menschen. Die eingesetzte Menge des Herbizids ist in der Landwirtschaft in den letzten Jahren immer weiter angestiegen – trotz Bedenken aus Wissenschaft und Bevölkerung. Die SPD nimmt diese Sorgen ernst.

SPD-Ministerien bleiben beim Nein zu Glyphosat

Die Ministerien unter SPD-Leitung würden weiterhin die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat in der Europäischen Union (EU) ablehnen, sagte ein Sprecher von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Dienstag.

Im Entwurf eines Glyphosat-Berichts zweier UN-Organisationen heißt es, Tiertests mit für Menschen relevanten Dosen hätten gezeigt, dass das Mittel bei der Nahrungsaufnahme nicht zu genetischen Zellveränderungen führe. Allerdings hatte die Internationale Behörde für die Krebsforschung (IARC), die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört, Glyphosat bereits 2015 als wahrscheinlichen Krebserreger eingestuft.

 

Hendricks hatte am Donnerstag die Verlängerung des bis Ende Juni in der EU erlaubten Glyphosat-Einsatzes unter Hinweis auf ungeklärte gesundheitliche Gefahren abgelehnt. „Solange wir nicht zweifelsfrei wissen, ob Glyphosat für die Gesundheit unbedenklich ist, sollten wir diese Chemikalie auch nicht zulassen.“ Der Schutz der Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern stehe für die SPD an erster Stelle.

BUND: „Ein starkes Signal für den Umwelt- und Verbraucherschutz“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßte das klare Bekenntnis der SPD-geführten Bundesministerien zum Vorsorgeprinzip im Glyphosat-Wiederzulassungs­ver­fahren. Es sei ein „starkes Signal für den Umwelt- und Verbraucherschutz in Europa", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. „Jetzt erwarten wir, dass Bundesagrarminister Schmidt (CSU) sich dem Votum der SPD anschließt und die Wiederzulassung in Brüssel ablehnt."

Der zuständige EU-Ausschuss soll am Donnerstag entscheiden, ob die Ende des Monats auslaufende Zulassung verlängert wird. Dabei spielen auch die Ländervoten eine wichtige Rolle. Die deutsche Haltung ist innerhalb der Bundesregierung umstritten. Sollte das Bundeskabinett sich nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen können, wird sich Deutschland der Stimme im Ausschuss enthalten. Damit ist eine Mehrheit für die Weiterverwendung von Glyphosat unsicher, denn Frankreich hat bereits sein Nein angekündigt.

 

SPD Ortsverein-Heisfelde-Nüttermoor

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Willy Brandt, 15. September 1992

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