LIEBE GENOSSINNEN UND GENOSSEN,
LIEBE FREUNDINNEN UND FREUNDE,
kaum ein Thema bewegt unsere Region derzeit so wie die Zukunft der Meyer-Werft in
Papenburg. Bei Meyer selbst und auch bei den Zulieferern stehen viele Arbeitsplätze
auf dem Spiel. Für die derzeitige schwierige Lage des Unternehmens sind mehrere
Probleme ursächlich, sowohl hausgemachte als auch gestörte Lieferketten und die für
Werften nachteilige Praxis der Vorleistungen. Das heißt, die Werften müssen die
Baukosten der Schiffe selbst auslegen, bevor sie erst bei Auslieferung den Großteil
des Kaufpreises durch die abnehmende Reederei erhalten. Die Meyer-Werft ist davon
aktuell besonders finanziell belastet.
Jenseits der derzeitigen Probleme sind die langfristigen wirtschaftlichen Perspektiven
für die Werft aber gut, wie der Entwurf des Sanierungskonzeptes von Deloitte
bestätigt. In den letzten Wochen habe ich die Werft mehrmals besucht, unter
anderem mit meinen Fraktionskollegen Bernd Westphal und Dennis Rohde. Wir
haben klar gemacht: die SPD-Fraktion steht hinter der Meyer-Werft. In Berlin
werben wir gemeinsam im Kanzleramt und bei den Bundesministerien für die
Unterstützung des Unternehmens durch eine Bürgschaft des Bundes. Diese soll
aktuelle Finanzierungsbedarfe absichern. Parallel laufen diverse Gespräche vor Ort
gemeinsam mit den Beschäftigten, dem Betriebsrat, der IG Metall und der
Werksleitung, in denen bereits erste Zugeständnisse des Unternehmens wie die
Rückverlagerung des Firmensitzes nach Deutschland, mehr Mitbestimmung und
weniger Arbeitsplatzabbau erreicht wurden.
Es geht hier um den Erhalt von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung in der Region und um
den Erhalt des Werftenstandort Deutschland, darum kämpfe ich weiter!
