Bei doch recht schönem Wetter kamen die Mitglieder der
Kreis SPD und geladene Gäste, wie die SPD-Bezirksvorsitzende
Johanne Modder, Landrat Bernhard Bramlage und unser Bundes-
tagsabgeordneter Markus Paschke zu einem außerordentlichen
Parteitag zusammmen.
Nach Durchführung einiger Regularien und vieler Begrüßungsworte
kam es dann endlich zu Punkt 8 der Tagesordnung: "Bundestagswahl
2013, wie geht es weiter? Meinungsbildung Große Koalition".
Zu diesem Punkt gab es viele Wortmeldungen und beschwörende
Äußerungen der Funktionsträger.
Die Jusos im SPD Kreis Leer sprachen sich eindeutig gegen eine
GroKo aus SPD und CDU/CSU aus. Nicht das sehr schlechte Ab-
schneiden der SPD bei der Bundestagswahl 2009,( 2te GroKo)
sondern die grundlegend verschiedenen Ansichten zu wichtigen
Themen, sind ausschlaggebend für die Entscheidung der Jusos.
Sollte es trotzdem zu einer großen Koalition in Berlin kommen,
sind für die Jusos folgende Punkte als Verhandlungsergebnis
von äußerster Wichtigkeit:
Mietpreisbremse für Wohnraum; Einführung der Bürgerversicherung;
Flächend. gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 €; eine sozial gerechte
Energiewende; Eindämmung von Missbrauch der Leih-Zeitarbeit
und Werkverträgen; Mehrinvestition in Kinderbetreuung und Bildung,
darum Abschaffung des Betreuungsgeldes, und als siebten Punkt
fordern die Jusos die Gleichstellung aller Lebenspartnerschaften.
Als Vorschlag zur Finanzierung dieser Forderungen sollte eine
höhere Besteuerung der exorbitanten Vermögen stehen.
Es folgten dann weitere Wortbeiträge mit dem Tenor, dass bei
den Verhandlungen die "SPD-Handschrift" klar zu erkennen sein
muß.-- Da es an Verhandlungsergebnissen aus Berlin noch sehr
mangelt, und vieles was die 12 Arbeitsgruppen an Erfolgen ver-
kündet hatten, von den Pateivorsitzenden wieder "eingefangen"
wurde, und alles sowieso unter Finanzierungsvorbehalt steht,
bleibt abzuwarten bis der Koalitionsvertrag vielleicht einmal
vorliegt.
Als letzter Punkt wurde der Entwurf über neue Statuten der
Kreis SPD nach kurzer Diskussion mit einigen Zusätzen verabschiedet.
Im Schlusswort wurde vom Kreisvorsitzenden Sascha Laaken nochmals
um rege Beteiligung am Mitgliedervotum geworben.
i.A.Horst Bohlen

1. Vorsitzender: Andreas Kunstreich-Deutsch
„Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“
Willy Brandt, 15. September 1992
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