Ein Gastbeitrag aus NRW

Veröffentlicht am 16.11.2015 in Service

Nicht schön reden – aber Haltung zeigen

Landespolitik

          

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski redete Klartext. Tat richtig gut. Bild: SPD- Fraktion NRW

SPD- Konferenz zur Flüchtlingspolitik beeindruckt nachhaltig

Auf dem Podium wurde Klartext gesprochen. Nicht verwunderlich, wenn Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelesenkirchen und Birgit Zoerner, Beigeordnete der Stadt Dortmund über ihre kommunalen Erfahrungen, ihre Sorgen, ihre Forderungen, aber auch über ihre Erwartungen der zu integrierenden Flüchtlinge vor Ort sprechen. Und Integration war der rote Faden der spannenden Veranstaltung mit vielen Zuhörern, in der Mehrzahl wichtige kommunale sozialdemokratische Funktionsträger aus Westfalen. Michael Hübner, Dorstener Landtagsabgeordneter und inzwischen stellvertretender Fraktionsvorsitzender, legte den Grundstein für eine engagierte Aussprache mit der vorläufigen Bilanz des Landes NRW. Obwohl sie sich sehen lassen kann, inhaltlich wie finanziell, zeigten die kommunalen Spitzen in Person von Zoerner und Baranowski sachlich und schonungslos auf, dass am Ende der gesamten Kette, die Gemeinde steht, und, so Baranowski, sich nach wie vor nicht ausreichend unterstützt sieht. „Erfolgreiche Integration heißt“, 

so der Gelsenkirchener Oberbürgermeister, „dass wir neben Kita- und Schulplätzen, auch Arbeitsplätze bereitstellen müssen“. Für Gelsenkirchen bedeutet das, dass 4 Prozent der Bevölkerung (10.000) integriert werden muss. Rein rechnerisch heißt das, dass 10 (!) neue Grundschulen eingerichtet werden müssten. (Ein sicherlich interessanter Aspekt für Dorsten und die bevorstehende Abstimmung über den Erhalt der Wichernschule). 

Birgit Zoerner teilte die Einschätzungen ihres Kollegen 1:1. Übrigens machen in Dortmund wie Gelsenkirchen Bulgaren und Rumänen ca. 50 % des Flüchtlingsanteils aus. Beide beklagten sich, dass die nötigen Aufgaben der Kommunen mit den Bundes- und Landeszuschüssen nach wie vor nicht gedeckt seien. Die Kritik zielte aber eindeutig nach Berlin. „Hier werden ständig Meldungen über großzügige Zuschüsse produziert, die aber manchmal irreführend sind, bzw. nicht ausreichen“, so Michael Hübner. Neben den humanitären Aspekten wurde auch die politische Dimension der Fluchtbewegung nach Europa intensiv behandelt. Tenor: Die SPD muss Haltung und Standfestigkeit bewahren. Sie darf das Problem nicht schön reden, aber auch nicht vor den Populisten einknicken.

Die Regionalkonferenz zeigte deutlich auf, dass Gesprächsbedarf in der Partei besteht und sie mehr als bisher beteiligt werden will. Ein wichtiger Aspekt für die Mandatsträger in der EU, dem Land und Bund. Aber auch für die Stadtverbände und Ortsvereine.

Schwerpunkte der folgenden Diskussion (Auszug):

  • Wir brauchen dringend ein Einwanderungsgesetz
  • Die SPD muss sich klar positionieren und den Unterschied zur Union deutlich machen
  • Wer Obergrenzen will, muss eine Hausnummer nennen
  • Die Handlungsfähigkeit der Kommunen muss bewahrt werden
  • Traumatisierungsbehandlung  ist eine zusätzliche Herausforderung
  • Neben dem Flüchtlingsproblem dürfen die anderen kommunalen Felder nicht vernachlässigt werden
  • Rückführung der nicht anerkannten Asylbewerber sofort. Erfahrung: Wenn der Zeitraum zu lange ist, wird eine erfolgreiche Rückführung fast unmöglich
  • Appell der Kommunen an die Bundesregierung/den Bundestag: „Wir helfen euch, jetzt helft bitte auch uns!
  • Fragen zur Integration: Was wollen wir? Wie wollen wir das? Wie können wir das? Was ist unser Ziel? Wer bezahlt was?

Dirk Hartwich     http://spd-rhade.de

 

Anmerkung: Den Bericht habe ich für die Dorstener SPD- Fraktion, von der ich den Hinweis auf die Veranstaltung bekommen habe, den Stadtverband, den Ortsverein Rhade, unsere Landtagsabgeordneten, unseren Bundestagsabgeordneten und die Dorstener Zeitung verfasst.    (21.11.2015)

 

SPD-Ortsverein Heisfelde-Nüttermoor

Vorsitzender: 

Andreas Kunstreich-Deutsch                                                                           

Spruch des Monats

„Wer die Wahrheit nicht weiß,
der ist bloß ein Dummkopf.
Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt,
der ist ein Verbrecher.“ 

Bertolt Brecht

Counter

Besucher:1162722
Heute:160
Online:4

! Termine !


SPD-Stammtisch

Jeden 1. Donnerstag im Monat lädt die SPD in der Stadt Leer zu ihrem Stammtisch in der Gaststätte "De Pütt", Ulrichstraße 37, ein. Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Stammtisch ist wie immer offen für alle und alles.



Walken mit der SPD

SPD.Löppt.

Die Walkinggruppe der SPD „SPD.Löppt.“ ist wieder unterwegs. Am 30. August um 11 Uhr geht es los auf dem Parkplatz am Hallenbad Plytje. Wir freuen uns auf alle, die Lust auf Walking für etwas mehr als fünf Kilometer haben – so schnell, dass alle mithalten können. Die Gruppe trifft sich jeden Sonntag um 11 Uhr. 





Die nächste OV-Sitzung

findet am 08.09.2026, um 19:30 Uhr

in Günters Hütte, im Lütjeweg statt. 



SPD Kreisverband

Vorsitzende:

Anja Troff-Schaffarzyk

Tel.:  0491 – 61160
Fax.: 0491 – 5353

Per Email: anja.troff-schaffarzyk.wk@bundestag.de

SPD Kreistagsfraktion

 

Fraktionsvorsitzender: 

Helmut Geuken

Mail: hedogeu@web.de

​​

SPD Kreistagsfraktion

Mitglieder des OV-Heisfelde-Nüttermoor:

Beate Stammwitz

Mail: beate@stammwitz.info

SPD Stadtratsfraktion

Fraktionsvorsitz:

Heinz-Dieter Schmidt

Mail: hds52@web.de

Mitglieder des SPD-OV Heisfelde-Nüttermoor:

Beate Stammwitz

Mail: beate@stammwitz.info

Landkreis Leer Landrat

Matthias Groote - SPD  

Telefon:  Telefon: 0491 926-1265

Im Europaparlament

Für Sie für Europa

Tiemo Wölken

Der direkte Kontakt zu:

Tiemo Wölken

Mitglied im Deutschen Bundestag

Anja Troff-Schaffarzyk

Telefon:+49 30 227 73923
Mail: anja.troff-schaffarzyk@bundestag.de

 

Unser Mann in Hannover

Nico Bloem

buero@nico-bloem.de