„Ein sozialdemokratischer Aufbruch“

Veröffentlicht am 01.07.2016 in Allgemein

Sigmar Gabriel auf der SPD-Programmkonferenz „Arbeit“

 

Foto: Sigmar Gabriel redet bei der Programmkonferenz Arbeit

Uta Wagner

Die SPD startet ihren Programmprozess für die Bundestagswahl 2017. Fast 500 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten diskutieren in Bonn die Zukunft der Arbeit – auch unter dem Eindruck des Brexit-Referendums. Denn radikale Rechte profitieren von Verunsicherung und hoher Arbeitslosigkeit in Teilen Europas. Mutige Politik und einen „sozialdemokratischen Aufbruch“ forderte der SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Einen Tag nach dem Brexit-Referendum ist auch auf der SPD-Programmkonferenz „Arbeit“ am Samstag in Bonn Europa ein Thema. Denn hohe Arbeitslosigkeit vor allem im Süden, Verunsicherung über die Anforderungen der Arbeitswelt von morgen, prekäre Beschäftigung – das alles nutzen rechte Populisten in ganz Europa, um für den Rückzug zum Nationalstaat zu trommeln.
 

„Auch in unserem Land – das dürfen wir nie vergessen, ist das Leben für viele Menschen unsicher geworden. Auch hier gehen viele auf schwankendem Grund“, mahnte Gabriel in seiner Rede vor fast 500 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Der Parteichef weiß, dass es auf die SPD ankommt, die Zukunft der Arbeit zu organisieren: „So wenig wie Europa wieder stark werden kann ohne die Überwindung der Massenarbeitslosigkeit, so wenig kann Deutschland gerechter werden ohne gute Arbeit, die Selbstverwirklichung und Sicherheit bietet.“

Chancen und Risiken im digitalen Zeitalter. Was bedeutet das für menschliche Arbeit? Gehen typische Arbeitsplätze der Mittelschichten verloren? Was sind die beruflichen Anforderungen und welche Zukunft hat die feste Anstellung mit Sozialversicherung? Was heißt das für die Lohnentwicklung? Kündigungsschutz, Tarifverträge, Urlaubsansprüche. Gabriel skizziert in seiner Rede die wichtigsten Herausforderungen, die im Anschluss in drei Workshops vertieft wurden.

„Wir müssen das Vertrauen wieder erneuern“, appellierte der SPD-Chef. Die richtigen Antworten diskutiert die Partei jetzt auf den Programmkonferenzen.

„Deutschland und Europa brauchen Weltoffenheit, statt Isolation, Zusammenhalt statt Spaltung, Hoffnung statt Angst! Wir brauchen einen sozialdemokratischen Aufbruch“, rief Gabriel zum Abschluss. Das gilt insbesondere auch für die Zukunft der Arbeit – „darum geht es!“

Aus: http://spd.de

 

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