Eine Todesanzeige zwingt zum Nachdenken

Veröffentlicht am 11.02.2026 in Allgemein

Es ist uns bekannt das Einsamkeit und Isolation im Alter zu einem grüßen Problem werden. Menschen werden erst nach Wochen tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Nachbarn kennen sich nicht. Hat niemand mehr Zeit oder will man nicht miteinander sprechen. Geht das heutzutage überhaupt, einen Gang zurückzuschalten? Hilft da ein Ministerium gegen Einsamkeit? All die ehrenamtlichen, die sich Sozial engagieren können das nicht auffangen und was wäre ohne diese tollen Menschen? Auch die Kirchen versuchen vieles, um die Menschen anzusprechen, um sie aus der Einsamkeit und Isolation zu holen. Dann lese ich den folgenden Artikel, auf der Homepage der SPD Rhade und mir fällt dazu ein, zumindest diesen Artikel auf unsere Homepage zu setzen.

Todesanzeigen in Zeitungen werden immer gelesen. Wer ist gestorben? Kannte ich ihn oder sie? In welchem Alter? Gibt es einen Hinweis woran? Erweise ich dem oder der Verstorbenen die letzte Ehre durch die Teilnahme an der Bestattung? Oder reicht meine Anteilnahme, indem ich eine vorgedruckte Karte versende? Das Nachdenken setzt ein, als ich lese, dass ein mir wenig bekannter Mann aus Wulfen mit 83 Jahren gestorben ist. Der Satz in der Anzeige, „Isolation und Ausschluss haben ihm das Leben oft schwer gemacht“, zwingt mich doch, mich an ihn zu erinnern. Ein hagerer Mann, zweifacher Vater, Jahrzehnte allein lebend. Sein Auftreten war auffällig, aber nicht bedrohlich. Dann, wenn seine Not nicht mehr auszuhalten war, besuchte er seinen Nachbarn, der ihm als Seelsorger immer seine Hand reichte. Älter geworden schaffte es der nun Verstorbene nicht mehr, die wichtigen lebenserhaltenden Kontakte zu seiner Nachbarschaft, zu seiner Familie und ganz wenigen Freunden aufrechtzuerhalten. Krank und isoliert wurde sein Leben schleichend zum Dahinvegetieren. Die Vorstufe zum vorzeitigen Ableben. Ein Einzelfall? Sicher nicht. Alt werden ist sehr häufig mit Alleinsein und Vergessen verbunden. Dürfen wir (Gesellschaft) mit diesem Wissen achselzuckend zur Tagesordnung übergehen? Oder müssen wir uns unserer sozialen Verantwortung gegenüber allen Schwächeren endlich stellen?

Rhader Gedanken über den Zustand unserer immer älter werdenden Gesellschaft   http://spd-rhade.de

   

 

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