Durchhalteparolen klingen abgedroschen und von gestern
Wer die Presse-Kommentare nach den verlorenen SPD-Landtagswahlen in Baden-Württemberg und aktuell in Rheinland-Pfalz vorurteilsfrei zur Kenntnis nimmt, erkennt eine tiefe Besorgnis über die Lage der deutschen Sozialdemokratie. Die gutgemeinten Hinweise von außen, an welchen Stellschrauben die SPD inhaltlich nur drehen müsste, um wieder ganz oben „mitzuspielen“, werden seit Jahren intern diskutiert. Parallel wechselte ständig das Team, ohne dass eine ordnende Hand mit Kapitänsbinde erkennbar wird. Der Abstieg kam schleichend, nahm immer mehr Fahrt auf und endet nun in einem dramatischen Absturz. War’s das mit der Sozialdemokratie? Allein die Frage erschreckt fast alle, die die 160 jährige Geschichte der Partei kennen. Nun, tatsächlich ganz unten angekommen, muss eine Persönlichkeit gefunden werden, keine Doppelspitze, die der SPD Orientierung gibt. Nur dann, so die Meinung nicht weniger Mitglieder, wird es einen Weg von ganz unten zurück zu den gestaltenden Höhen, sprich Regierungsverantwortung, auf allen Ebenen kommen. Klingt zwar auch abgedroschen, scheint aber der einzige Rettungsring zu sein, der die SPD vorm Ertrinken rettet.
Rhader Gedanken nach den verlorenen Wahlen der letzten Jahre
