Das war es nun,das lange groß angekündigte TV-Duell zwischen Angela
Merkel und Peer Steinbrück. Welches Ergebnis bleibt für den Zuschauer?.
Für die Twitter-Nutzer war die Halskette von Frau Merkel das Entscheidende,
Schwarz-Rot-Gold oder doch eher Rot-Gold-Schwarz die Flagge Belgiens,
der Monarchie?. Was ist mit dem "King of Kotelett", Stefan Raab? Sollen wir
den jetzt wählen?.
Ein TV-Duell sieht nach meiner Meinung anders aus, da geht es um Emo-
tionen, Rede-Gegenrede, da wird auch schon mal richtig attackiert und
zugelangt, da wird Leidenschaft sichtbar.
Davon war jedoch nichts zu spüren, da beide Diskutanten durch die
Fernsehanstalten in ein Ablaufschema gepresst wurden, das dies nicht
ermöglichte. Maximal 90 Sekunden Antwortlänge, beide jeweils an einem
Pult verhaftet, und vorher festgelegte Themenblöcke.
Durch ihre Spin-Doktoren,(welch ein Wort) und durch langes Proben
in Studios vor laufenden Kameras hatten sich beide auf diesen Abend
vorbereitet, und so hörten sich die Eingangsstatements beider wie aus-
wendig gelernt an. Was bleibt nun für den Wähler? Oder noch wichtiger,
gibt es einen Sieger, was ja nach einem Duell nicht ungewöhnlich wäre.?
Zunächst Angela Merkel: eine wichtige Erkenntnis ist, es gibt keine Auto-
bahnmaut, ansonsten sagte Frau Merkel das, was sie immer sagt: schöne
Worthülsen z.B.: wir müssen weiter daran arbeiten, die Bürger müssen
in Würde altern können, wer will da nein sagen. Sie verwaltet, ohne
Ideen, Visionen, Reformen, -einschläfernd-.
Peer Steinbrück attackierte,und machte deutlich wo die Probleme
in Deutschland sind: Mindestlohn, soziale Gerechtigkeit,Steuern,doch wo
war die Leidenschaft im Vortrag und warum hatte der Herausforderer
während des gesamten "Duells" weniger Redeanteile als Frau Merkel?.
Nach der Sendung voteten ausgewählte Zuschauer.
In der ARD lag Peer Steinbrück mit 49 zu 44% vor Angela Merkel, im
ZDF führte Angela Merkel. Bei RTL war es ausgeglichen.
Doch es gibt einen entscheidenden Vorsprung zugunsten der SPD und
Peer Steinbrück im Bereich der unentschlossenen Wähler, denn dort hat
er deutlich aufgeholt. Im ARD-Deutschlandtrend, zur Frage der
Direktwahl ,ist Peer Steinbrück um 17 Prozentpunkte nach oben geschnellt.
Es steht jetzt 45 zu 48, und das ist ein voller Erfolg und bedeutet, daß in
den kommenden drei Wochen eine Mobilisierung der Unentschlossenen und
Nichtwähler erfolgen muß. Klar ist,wir sind auf einem guten Weg zur
Regierungsverantwortung.!!!!
Peer, eine Frage noch zum "Duell": was sind Überforderungstatbestände
zur EEG, die beseitigt werden müssen?. Danke für eine Antwort.
Horst Bohlen

1. Vorsitzender: Andreas Kunstreich-Deutsch
„Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“
Willy Brandt, 15. September 1992
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