
Nicht für die Bürgerinnen und Bürger der Ortschaften Heisfelde,
Nüttermoor und Hohegaste.
Seit Monaten bemühen sich die SPD und die GRÜNEN in der
Kreistagsfraktion Leer um größtmögliche Abstände der geplanten
Windkraftanlagen zu den Menschen, die in diesem Gebiet wohnen. Nicht
so in der Stadt Leer? Ist hier trotz Kenntnis der zu erwartenden
Beeinträchtigungen für die Betroffenen ein geringerer Abstand
mehrheitlich akzeptabel?
Also kein gleiches Recht für alle?
Ist die Durchführung eines Repowerings, von dem bekannt ist, dass der
überproduzierte Strom nicht eingespeist, nicht verbraucht, nicht trassiert,
nicht gespeichert, allenfalls vernichtet oder durch Abschaltung gar nicht
erst produziert werden kann, wichtiger? Bezahlt werden muss er, so oder
so. Von uns, den Steuerzahlern. Dass Ärzte und Experten vor
gesundheitlichen Risiken, die durch die angewandten Messverfahren nicht
erfasst werden, warnen ist ebenfalls bekannt. Dass das
Naherholungsgebiet Westerhammrich durch diesen massiven Eingriff in
die Natur nicht wiederzuerkennen sein wird, steht außer Zweifel
Eine politische Entscheidung, die sich sicherlich niemand einfach machen
wird. Da ich ein gleiches Recht auf größtmöglichen Abstand zu
Windkraftanlagen für alle Menschen im Landkreis Leer, auch in
Heisfelde, Nüttermoor und Hohegaste, nicht sehe, werde ich an der
morgigen Ratssitzung nicht teilnehmen.
Beate Stammwitz
