Grundsatzprogramm Digitalisierung

Veröffentlicht am 11.06.2015 in Bundespolitik

Ab 29. Juni mitdiskutieren!

10. Juni 2015 - Rainer Vogt

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Der digitale Fortschritt zeigt sich in allen Lebensbereichen. Zum Beispiel in der Schule.

Die SPD will dafür sorgen, dass die digitale Entwicklung echten Fortschritt bringt – und wenig Risiken birgt. Erste Akzente setzt sie bereits in der Regierung. Und auf dem Parteitag im Dezember soll ein digitales Grundsatzprogramm beschlossen werden. Alle können ab dem 29. Juni online an der Diskussion teilnehmen.

Der digitale Fortschritt ist längst Teil unseres Alltags: ob im Job, zu Hause, in der Schule oder in der Arztpraxis. Auf dem Weg in eine zunehmend digitale Welt wollen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nicht nur Zaungäste sein, sondern vorangehen. Die SPD gibt sich als einzige Partei ein Grundsatzprogramm für die digitale Gesellschaft. Chancen wie auch Risiken der Digitalisierung werden benannt und konkrete Vorstellungen von einer digitalen Gesellschaft erarbeitet.

SPD-Programm: online diskutieren

Als moderne Mitmach-Partei öffnet die SPD diesen Programmprozess – alle sollen mitmachen: Ab dem 29. Juni können auf digitalleben.spd.de die Vorschläge aus dem Entwurf diskutiert werden. Die erfolgreichsten Beiträge werden im Programm aufgenommen, das auf dem Bundesparteitag der SPD im Dezember 2015 verabschiedet wird.

Es ist der Anspruch der SPD, aus dem technischen Fortschritt der Digitalisierung auch einen gesellschaftlichen Fortschritt zu machen. Vor einer ähnlichen Herausforderung standen die Menschen schon einmal im 19. Jahrhundert – im Zuge der Industrialisierung.

Industrie 4.0

Ein Blick nach vorne macht deutlich: Wie wir leben, arbeiten und produzieren werden, wird maßgeblich vom Prozess der Digitalisierung geprägt. Für Wirtschaftsminister Gabriel Grund genug, sich heute intensiv dem Thema „Industrie 4.0” zu widmen: Eine intelligente Vernetzung von Produktentwicklung, Produktion, Logistik und Kunden bietet die Chance, bei der nächsten Stufe der digitalen Entwicklung an der Weltspitze mitzumischen.

Sigmar Gabriel sagte zum Start der Plattform "Industrie 4.0" seines Wirtschaftsministeriums: „Wir müssen an unsere vorhandenen Stärken in Deutschland anknüpfen und die herausgehobene Stellung unserer Industrie weiter ausbauen. Das ist unser gemeinsames Ziel im Schulterschluss mit der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Arbeitnehmervertretern in der Plattform Industrie 4.0 'Made in Germany'."

Arbeit 4.0

Wie werden wir morgen arbeiten? Wie kann ein neues Leitbild von Arbeit aussehen? Die Arbeit von heute ist bereits viel vernetzter, digitaler und flexibler als noch vor wenigen Jahren. Wo wird das hinführen?

Mit Arbeiten 4.0 hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles einen Dialogprozess in Gang gesetzt, der sich den Kernfragen widmet: Wie wollen wir arbeiten und welche Gestaltungschancen gibt es für Unternehmen, Beschäftigte, Sozialpartner und Politik?

Die digitale Revolution schafft neue Märkte, Produkte und Arbeitszeitmodelle für Beschäftigte und Unternehmen. Andrea Nahles benennt Chancen und Risiken und sie weiß, wie sehr Arbeiten 4.0 Hoffnungen weckt aber auch Bedenken hervorruft.

Digitalisierung geht alle an

Bei der Digitalisierung geht es auch um vernetzte Behörden, die zum Beispiel Eltern auf Tastendruck freie Kitaplätze anbieten können. Und auch um Hightech in der Medizin, so dass Ärzte beispielsweise mit einer Screening-App auf ihrem Handy ihre Patienten an jedem Ort auf Hautkrebs untersuchen können. Ein wichtiges Thema auf der digitalen Agenda ist die Neuausrichtung unseres Bildungssystems, denn die Strukturen sind schon nicht mehr die alten, wenn heute interaktive Whiteboards die klassische Kreidetafel ersetzen.

Das alles und vieles mehr wird Teil des Digitalen Grundsatzprogramms sein, das sich die SPD im Dezember geben wird. Alle können über Ideen und Vorschläge online diskutieren. Ende Juni geht’s los auf digitalleben.spd.de. Mitmachen!

 

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Willy Brandt, 15. September 1992

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