Leer - In einem Interview mit "Moin Loga" äußerte sich der SPD-MdB Markus Paschke zur Arbeit der SPD in der Großen Koalition und zur kommenden Bundestagswahl:
Moin Loga: Markus, warum soll man eigentlich am 24. September SPD wählen?
Markus Paschke: Wir wollen die Zukunft gerecht gestalten - im Unterschied vor allem zur Union. Sie setzt auf ein „Weiter so“, hat keinen Plan, wie sie mit der Digitalisierung der Wirtschaft umgehen will, welche Leitplanken sie einsetzen will, wie sie die Rente sicher und auskömmlich gestalten will. Wir brauchen beispielsweise die paritätische Finanzierung bei der Rente oder bei der Krankenkasse. Das sind nur einige Beispiele. Es geht um mehr Gerechtigkeit. Wer das will, der muss SPD wählen.
Moin Loga: Viele sagen, Merkel macht das doch irgendwie, und die vier Jahre hat die SPD doch mitregiert. Wie siehst Du die vergangenen vier Jahre?
Markus: Merkel hat immer dann gute Arbeit geleistet, wenn sie Projekte der SPD verkauft hat. Der Antreiber in der Großen Koalition war die SPD - dafür gibt es zahlreiche Beispiele.
Moin Loga: Du bis also zufrieden mit Deiner ersten Periode als Abgeordneter?
Markus: Sehr zufrieden. Wenn man mich am Wahlabend 2013 gefragt hätte, hätte ich das bei weitem nicht für möglich gehalten, dass wir so viele Verbesserungen umsetzen, die den Menschen konkret zugute kommen. Darum geht es doch letztlich.
Moin Loga: Na ja, viele sehen die SPD auch als Umfaller, die immer wieder von ihren Positionen abgerückt sei…
Markus: …wir haben viele Schritte in die richtige Richtung gemacht. Der Mindestlohn bringt immerhin fünf Millionen Menschen mehr Geld in die Tasche. Was ist daran falsch? Politik ist nie am Ziel - man ist immer auf dem Weg. Unsere Demokratie lebt von Kompromissen. Es handelt sich dabei einfach um den Ausgleich unterschiedlicher Interessen - ein Erfolgsrezept unserer Demokratie. Das heißt auch, dass niemand seine Position zu 100 Prozent umsetzen kann. Ich kann jedenfalls mit den Kompromissen gut leben. Wenn wir mehr Stimmen haben, setzen wir mehr um. Das können wir gerne in der nächsten Wahlperiode machen.
Aus "Moin Loga", übernommen. Fortsetzung folgt
