Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion wünscht sich in Sachen                     Vorschaubild
 
Sicherheitspolitik "weniger kernige Sprüche", Radikalität und Schuldzuweisungen. Zudem kündigt Thomas Oppermann an, welche Konsequenzen aus dem Fall Amri zu ziehen sind.

Frage: Herr Oppermann, können Sie die Kritik insbesondere der Grünen am Polizeieinsatz in der Kölner Silvesternacht und den gezielten Kontrollen von Nordafrikanern nachvollziehen?

Oppermann: Manchen Leuten – auch bei den Grünen – kann man es nie Recht machen. Die Polizei hat in Köln gute Arbeit gemacht, professionell für Sicherheit gesorgt und einen friedlichen Jahreswechsel  ermöglicht. Das steht für mich im Vordergrund. Es sind offensichtlich die richtigen Lehren aus Silvester 2015 gezogen worden.

Die Kölner Polizei spricht von „Nafris“, kurz für Nordafrikaner. Eine herabwürdigende Bezeichnung, wie Kritiker meinen. Halten Sie den Begriff für problematisch?

Oppermann: Ich bin froh, dass die Kölner Polizei sich inzwischen von dem Begriff distanziert hat. Wir brauchen Sicherheitskonzepte, die effektiv sind, aber niemanden aufgrund seiner Herkunft, Haut- oder Haarfarbe diskriminieren.