Nach Fahimi folgt Barley?
Zwei Jahre fungierte Yasmin Fahimi als "General"
in der Parteizentrale der SPD. Nach den Worten des
Parteivorsitzenden habe Frau Fahimi "mit großem
Erfolg in den letzten zwei Jahren die SPD politisch
und organisatorisch vorangebracht". Man fragt sich,
warum bei so viel Lob ein Wechsel erfolgen soll, da
zudem der Parteivorsitzende Frau Fahimi vor
zwei Jahren selbst ausgesucht hatte. Was Frau
Fahimi allerdings fehlte, war der sogenannte
"Stallgeruch". Sie kam von außen,eine Frau noch
dazu, die noch nicht in allen Berliner Hinter-
zimmern gesessen hatte.(wichtig in Berlin!)
In ihrer zweijährigen Tätigkeit stieß Frau
Fahimi auf viele Widersacher, Neider und wurde
in Ihrer Rolle als Wadenbeißerin der Partei
oft allein gelassen. Es hieß zuletzt, sie könnte
den Bundestagswahlkampf 2017 nicht ent-
sprechend leiten, da sie mit Wahlkämpfen keine
Erfahrung habe. Welch späte Erkenntnis! Dies
wußte man doch schon bei Ihrer Berufung.
Weggelobt wird Frau Fahimi jetzt als Staats-
sekretärin ins Arbeitsministerium.
Als neue Generalsekretärin wird nun vom Partei-
vorsitzenden die rheinland-pfälzische Bundes-
tagsabgeordnete Katarina Barley dem Bundes-
parteitag im Dezember vorgeschlagen.
Die 46 jährige promovierte Juristin Barley hat
als Anwältin, Richterin und wissenschaftliche
Mitarbeiterin beim Bundesverfassungsgericht
gearbeitet. Seit 2013 sitzt sie für die SPD
im Deutschen Bundestag.
Da dies eine weitere überraschende Personal-
entscheidung des SPD-Vorsitzenden ist, bleibt
Frau Barley nur zu wünschen, dass ihr die
entsprechende Unterstützung für ihr evtl. zu-
künftiges Amt auch gegeben wird.
Übrigens, Wahlkämpfe hat Frau Barley meines
Wissens auch noch nicht geleitet.
Horst Bohlen