Europawahl 2014
06. November 2013 - Christine Kroke
Martin Schulz als Spitzenkandidat nominiert
Der SPD-Politiker und EU-Parlamentspräsident wurde am Mittwoch vom SPE-Präsidium als gemeinsamer sozialdemokratischer Spitzenkandidat für die Europawahl 2014 nominiert. (Foto: DPA)
Das Präsidium der Sozialdemokratischen Parteien Europas (SPE) hat am Mittwoch Martin Schulz, Mitglied der SPD-Parteispitze und Präsident des Europäischen Parlamentes, zum gemeinsamen sozialdemokratischen Spitzenkandidaten bei den Europawahlen 2014 nominiert. „Dir ist es erstmals gelungen, das Amt des Parlamentspräsidenten mit einem leidenschaftlichen Anliegen zu verbinden: nämlich die Stimme für ein soziales und demokratisches Europas zu sein das", gratulierte der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel seinem Parteifreund Martin Schulz.
In seinem Glückwunschschreiben betonte SPD-Parteichef Gabriel: „Du hast in den zurückliegenden Jahren als Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament und nunmehr als Präsident des Europäischen Parlamentes deutlich gemacht, dass Du mit großer Tatkraft und viel Leidenschaft für ein anderes, besseres Europa kämpfst."
Schulz kämpfe für ein Europa, in dem wirtschaftliche Stärke und soziale Gerechtigkeit die konstitutiven Pfeiler des europäischen Wirtschafts- und Sozialmodells seien, in dem die Bürgerinnen und Bürger vor allem über ein starkes Europäisches Parlament mitentscheiden könnten über die Zukunft der EU und für ein Europa das friedlich und solidarisch nach innen und gegenüber den Partnern in der Welt wirke.
Gabriel: „Ein großer Schritt nach vorne für die europäische Demokratie!“
„Die Nominierung von europäischen Spitzenkandidaten für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten bei der nächsten Europawahl ist ein großer Schritt nach vorn für die europäische Demokratie“, so Gabriel am Mittwoch. Erstmals würden Personen und mit ihnen verbundene Programme europaweit zur Wahl stehen. Dies sei eine neue Dimension von europäischer Innenpolitik und könne eine lebendige politische Debatte über nationale Grenzen hinweg bei der Europawahl anregen. „Es besteht die Chance, dass so neues Vertrauen in die EU und die europäische Demokratie wachsen kann“, so Gabriel weiter.
Martin Schulz sei nicht nur „Kopf“- sondern auch „Gefühls-Europäer“. In seiner Nomionierung sieht Sigmar Gabriel die große Ehre, dass der erste gesamteuropäische Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokratie aus den Reihen der SPD kommt: "Dass mit Dir ein Deutscher von den sozialdemokratischen Parteien aus allen Teilen Europas als gemeinsamer Spitzenkandidat unterstützt wird, ist ein starkes Signal der Solidarität und Verbundenheit in unserer Parteienfamilie."
Ein großer Vertrauensbeweis
Es sei natürlich auch ein großer Vertrauensbeweis gegenüber Martin Schulz und seinem politischen Wirken, betonte Gabriel. Bei den vor ihm liegenden Aufgaben in einem gesamteuropäischen Wahlkampf könne er sich der Unterstützung des SPD-Parteivorsitzenden und der vollen Unterstützung der SPD gewiss sein.