
...leider haben die Autoren, bzw. deren Auftraggeber immer noch nicht begriffen, worum es beim Infraschall geht, nämlich der Wirkung über die gesamte Körperfläche, nicht primär über das Gehör. Daher sind alle Messungen unter Verwendung von z.B. G-Gewichtung des Schallpegels und Analyse von Terzpegeln inadequat. Diese Messtechnik "bügelt" die Infraschallpegel bei tiefen Frequenzen weg und verschleiert den schmalbandigen/tonalen Charakter der Windmühlengeräusche durch Verschmieren über Terzfilter.
Wer die physikalischen Effekte des Infraschalles messen will, muss mit schmalbandiger Frequenzauflösung und linearen Spektralpegeln messen.
Die Behauptung, Infraschall könne keine gesundheitlichen Folgen haben, ist schlichtweg falsch. Hier wurde nicht recherchiert, sondern nur geplappert. Immerhin gehört(e) Infraschall nach wie vor zu den sog. 'Nichtlethalen Waffen'. Bei entsprechendem Pegel ist die Wirkung unter Experten völlig unbestritten.
Quintessenz: Wie auch die bisherigen Berichte des LUBW zu diesem Thema, ist die vorliegende Neuauflage nur ein weiterer Beweis von Inkompetenz und Ignoranz. Schade um das dafür ausgegebene Geld!
With kind regards:
Dr.-Ing. Alwin Güdesen
TurboLog Communications
Nachgefragt von Beate Stammwitz
