Von Schaumschlägern und Hochstaplern - Ein Kommentar

Veröffentlicht am 19.09.2017 in Bundespolitik

Lindner und Guttenberg sehen Politik als Geschäftsidee

Glaubwürdigkeit ist das höchste Ziel, das eine Partei und deren Vertreter anstreben müssen, um wiedergewählt zu werden. Ist sie einmal verloren, wird es schwer, wieder „auf die Beine zu kommen“. Eigentlich vergisst die Öffentlichkeit nichts. Eigentlich! 

2 jüngere Politiker mit Vergangenheit sind dabei, das Gegenteil zu beweisen. Einer hat bereits in und nach der Schule begonnen, der „Welt zu zeigen“, wohin man mit Angeberei, nicht wenige sprechen auch von Schaumschlägerei, kommen kann. Die Rede ist von Christian Lindner, heute FDP- Chef und auf dem Weg zurück in den Bundestag. Ein Video der Deutschen Welle TV aus dem Jahr 1997, von Stern- TV gefunden, zeigt den „frühen Lindner“, der aufgeblasen und arrogant ins (Berufs)Leben startet. Hat er sich geändert? 

Blicken wir nach Bayern und zur CSU. Der Shootingstar war Karl- Theodor zu Guttenberg. Ein Aufsteiger, Liebling der Medien, unvergessen bleibt das peinliche ZEIT- Interview mit ihm, und sogar Verteidigungsminister. Bis dann plötzlich bekannt wurde, dass er ein Hochstapler und Betrüger ist. Mit einer Doktorarbeit wollte er neben seinem Adelstitel noch einen akademischen Grad erwerben. Besser gesagt, kaufen. Er fiel auf, verlor Job und Ansehen, „emigrierte“ in die USA und ist inzwischen auf dem Weg zurück. Wieder ist ihm die Aufmerksamkeit sicher, wieder tritt er auf, als sei nichts gewesen. Wieder wird er für höhere politische Ämter gehandelt.

Beide, Lindner und Guttenberg, scheinen trotz ihrer Vergangenheit den Weg zurück ins gut dotierte Leben zu schaffen. Verhindern können es nur die Wähler, die den Politikern die rote Karte zeigen, die Politik ausschließlich als lukrative Geschäftsidee verstehen.

Ein Kommentar aus Rhade

Dirk Hartwich

 

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