Vor 25 Jahren ist die Mauer gefallen

Veröffentlicht am 01.11.2014 in Bundespolitik

05. November 2014 - Jochen Wiemken

Deutschland feiert die Friedliche Revolution

      Visualisierung der LICHTGRENZE am Brandenburger Tor
Deutschland feiert 25 Jahre Mauerfall und die einzige Friedliche Revolution in der Weltgeschichte (Foto: Daniel Büche)

Deutschland feiert am Wochenende den 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution in der DDR und des Mauerfalls. Dazu der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel: „Die Aufbauleistung in Ostdeutschland ist beeindruckend; vieles wurde erreicht und einiges bleibt zu tun, um die innere Einheit Deutschlands zu vollenden.“
 

25 Jahre ist es her, dass Tausende in der DDR der SED-Diktatur mutig die Stirn boten, auf die Straßen gingen und mit einer Friedlichen Revolution die Mauer zu Fall brachten. „Wir schauen auf 25 Jahre Deutsche Einheit und sind immer noch erstaunt und glücklich, wie friedlich und rasant die deutsche Teilung in den Jahren 1989/90 beendet wurde“, würdigt der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel dieses historische Ereignis.

Als Ostberliner im Herbst 1989 die Öffnung der Mauer erzwangen, stand die Welt am Beginn einer Zeitenwende. Der Mauereröffnung vorausgegangen waren Monate einer friedlichen Revolution in der DDR, in der immer mehr Menschen ihre Angst vor der SED-Diktatur verloren. Der Ruf nach Freiheit und Demokratie wurde immer lauter.

Wandel durch Annäherung – die Ostpolitik der SPD

 

Sigmar Gabriel
Sigmar Gabriel: In den letzten 25 Jahren ist uns in Deutschland mit dem Einigungsprozess etwas Einmaliges gelungen." (Foto: SPD Parteivorstand)

Die SPD hatte das Freiheitsstreben der Menschen in der DDR immer unterstützt und gefördert. Durch praktische menschliche Hilfe. Zum Beispiel die Berliner Passierscheinabkommen: Sie rissen in den sechziger Jahren erstmals Lücken in die Mauer. Oder die Hilfe durch den Grundlagenvertrag von 1972, der gegen den erbitterten Widerstand großer Teile der CDU das Verhältnis zwischen Bundesrepublik und DDR normalisierte.

Die Politik der friedlichen Koexistenz, für die Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) wie kein Zweiter stand und für die er den Friedensnobelpreis erhielt, wurde 1989 durch den Mauerfall gekrönt. Willy Brandt konnte sein Werk mit dem Satz „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“ vollenden.

Vieles wurde erreicht und einiges bleibt zu tun

25 Jahre nach dem Fall der Mauer zieht der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel eine positive Bilanz: „Wie viel seitdem geleistet wurde und wie gut es ist, dass Deutschland im Herzen Europas zu einem starken Partner in einer krisengeschüttelten Welt gereift ist. Die Aufbauleistung in Ostdeutschland ist beeindruckend; vieles wurde erreicht und einiges bleibt zu tun, um die innere Einheit Deutschlands zu vollenden“, so Gabriel.

Doch bleibe auch noch einiges zu tun: Die Angleichung der Lebensverhältnisse sei noch nicht zufriedenstellend und die Wirtschaftskraft Ostdeutschlands müsse größer werden, um Zukunftsperspektiven zu schaffen und die Einkommensunterscheide zwischen Ost und West zu verringern. Dies sei der beste Weg, um Abwanderung zu vermeiden und Altersarmut vorzubeugen, so der Vizekanzler. „Die SPD stellt sich diesen Zukunftsfragen und ist bereit, in den kommenden Jahren mit neuen Impulsen die deutsche Einheit zu gestalten“, versichert Gabriel.

 

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Willy Brandt, 15. September 1992

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