Der Wahlsonntag ist vorbei, eine Nacht darüber geschlafen aber so richtig kann ich mit dem Ergebniss noch nicht umgehen. Eines war aber als erstes klar, niemand hat so richtig verloren. Zweitens hat der Wähler mal wieder nicht alles richtig verstanden. Ich frage mich dann, hat die Politik den Wähler verstanden? Natürlich ist es jetzt mit den Wahlergebnissen nicht einfach, ist das Leben denn einfach? Wer sich über das Zusammenleben mit den Flüchtlingen seine Gedanken macht, ist doch nicht gleich in eine gewisse Ecke zu drücken. Es ist nicht mehr alles Rot, Schwarz, Grün oder Gelb, nun kommt noch etwas dazu, was wir alle nicht haben wollten. Es war aber doch schon länger absehbar, das die Bürger nicht mehr so parteipolitisch ausgerichtet sind. Sich für ein Projekt angagieren und dann ist es erst einmal gut. Das heißt für mich, die Politik muss zum Bürger kommen. Zwar dann, wenn die Projekte geplant und gedacht werden und nicht, wenn alles verabschiedet ist und man es ja noch mit den Bürgern besprechen muss. Es steht ja so im Gesetz; eine Alibiveranstaltung eben. So etwas wird schnell durchschaut. So kommt dann immer öfter der Spruch, die nehmen uns doch nicht ernst, die Politiker, sie machen ja doch was sie wollen. Von mir ein typisches Beispiel, das Repowering Hohegaste. Hier wird gegen den Bürgern etwas durchgesetzt, was weder den Bürgern, noch der Energiewende nützt. Ich sage es ganz deutlich in die Richtung der SPD Fraktion im Stadtrat von Leer. Hier hat man das Gefühl, es war schon alles vorher abgekaspert und die Alibiveranstaltungen mussten nur noch durchgezogen werden. Die Politiker denken angeblich immer von Wahlperiode zu Wahlperiode aber auch im Landkreis Leer und in der Stadt Leer, wird bald gewählt. Helmut Burghardt
