Die reformierte und lutherische Kirche in Heisfelde hatten Berend Schröder eingeladen, üb
er die Ereignisse des Kriegsendes in Heisfelde zu berichten. Es wurde ein sehr spannender Abend, im vollbesetzten Gemeindesaal der reformierten Kirche Heisfelde. Nach Grußworten der Kirchenratsvorsitzenden Fr. Stolz, der Bürgermeisterin Fr. Kuhl und der Ortsvortseherin von Heisfelde Fr. Stammwitz, hielt Pastor Hündling eine kurze Andacht. Dann begann der Chronist aus Heisfelde mit seinem Vortrag. Es gab auch im Kreis Leer fast keinen Ort, der nicht unter den Auswirkungen des 2.Weltkrieges zu leiden hatte. So auch Leer, Loga, Bingum, Logabirum und auch Heisfelde. In Heisfelde wurden in der Kreuzstrasse mehrere Häuser zerstört und viele Menschen verletzt. Es gab auch in Heisfelde Erdbunker und in den Häusern selbst errichtete Schutzräume. Aber im Gegensatz zu Emden kamen im heutigen Gebiet der Stadt Leer mehr Menschen zu Tode; Emden 300, Leer 400. Im Krieg starben auch viele Heisfelder Männer, das war für alle Familien sehr schwer. Als Flugzeuge um Heisfelde herum abstürzten war der Krieg auf einmal sehr nahe . Es gab auch tote" Feinde " , man musste lernen damit umzugehen. Tote waren auch unter der Zivilbevölkerung zu beklagen. Jugendliche kamen durch Spielen mit im Lande liegender Munition ums Leben oder wurden schwer verletzt. Viele auf den Weiden laufende Tiere wurden aus Spaß von Tieffliegern abgeschossen. Alle Geschichten nach zu erzählen, würde unseren Rahmen sprengen; über Wilhelmine Siefkes, A.van Horn, von Suckow gäbe es noch so viel zu schreiben. Mit een Koppke Tee is allen's up stee, das war die Devise von Bernd und Remmers Oma. Bei ihr gab es immer erst einmal Tee. Als die Kanadier in Heisfelde die Häuser durch- suchten kamen sie auch zur Oma, die nicht aus dem Hause gehen wollte. Als ihre Tochter sie besuchte standen drei benutzte Teetassen auf dem Tisch. "Mama harst du besöck, frooch se Höör, ja, dor wassen dree uut Feld bie mie, ick hebb hör aber nich verstaan, man se wassen heel fründlick un wie hebben lecker Tee drunken". Es zeigt, das es wirklich ein spannender Abend war. Ein ganz starker Applaus für Bernd Schröder am Ende seines Vortrages machte deutlich, was unsere Eltern uns nicht sagen konnten, hat er uns sehr anschaulich und sachlich berichtet. Pastor Ehrchinger dankte allen, die diesen Abend möglich gemacht hatten, natürlich auch B.Schröder. Mit einem Gebet endete dieser noch lange nachklingende und spannende Vortrag.
Danke, auch von unserer Seite!!
Eigener Bericht.
