...nein, im Gegenteil. Immer klarer wird nach vielen
Informationsveranstaltungen des Landkreises, der Betreiber, der
Bürgerinitiativen : wir brauchen ihn nicht, den überproduzierten
Strom, wir können ihn nicht speichern, wir haben keine Trassen für den
Weitertransport gen Süden. Wir müssen ihn billig in die Niederlande
verschleudern.Wir wollen ihn nicht, dennoch müssen wir ihn, ist er
erst mal produziert, bezahlen, denn die Einspeisevergütung steht den
Betreibern zu, noch!!!
Für Anlagen ab 3 Megawatt, die ab 2016 ans Netz gehen, gibt es eine
neue Regelung : fällt der Strompreis für 6 oder mehr Stunden auf
negative Werte, wird den Anlagen in dieser Zeit die
Einspeisevergütung gestrichen. Das ist meistens dann, wenn
besonders viel Wind weht.
Ab 2017 soll es keine gesetzlich definierte
Einspeisevergütung für Anlagen, die erst dann genehmigt werden,
mehr geben. Die Sätze werden dann in Ausschreibungen festgelegt.
Hohegaste/Nüttermoor ist eine sogenannte Weißfläche, die Kommune
kann selbst festlegen, was sie will, wie hoch sie will, wie viel sie will,
welchen Abstand sie will. Die künftige Energieerzeugung darf nur
nicht geringer sein als bisher, wenn denn repowert werden soll.
Von den geforderten 200 MW hat der LK Leer schon fast 175 MW
erfüllt. Bis 2050!!
Klartext : anders als beim Regionalen Raumordnungsprogramm des
Landkreises sind Weißflächenbesitzer frei in ihren Entscheidungen.
Die kleinen Alten könnten durch kleine Neue, die heute
leistungsintensiver sind, ersetzt werden. Das Bild im
Naherholungsgebiet bliebe so wie es uns vertraut ist. Wir sind für
Windkraft. Ja! Aber nur im Einklang mit Mensch und Natur, denn
beide sind uns wichtig, ohne wenn und aber.
Beate Stammwitz