Westoverledingen-Grotegaste. Mit 91 von insgesamt 93 abgegebenen Stimmen wurde Bernhard Bramlage heute von einer SPD-Delegiertenkonferenz erneut zum Landratskandidaten für den Landkreis Leer nominiert. Nach 2001 und 2006 ist es nun das dritte Mal, dass er als Kandidat seiner Partei aufgestellt wurde. Die Wahl findet zusammen mit der Wahl zum Europäischen Parlament am 25. Mai d. J. statt.
Auch wenn Bramlage als einziger Kandidat auf der SPD-Konferenz zur Wahl anstand, nahm er diese Nominierung keineswegs auf die leichte Schulter. In gewohnt präziser Form trat er mit den Leistungen der Vergangenheit, aber auch mit den Herausforderungen der Zukunft vor die Delegierten. Den demographischen Wandel strich er als eine weiterhin prioritäre Aufgabe heraus. Dabei gehe es beispielsweise um den Wunsch der meisten älteren Menschen, solange wie irgend möglich in ihrer angestammten Wohnung, aber auch mobil bleiben zu können. Für junge Menschen seien dagegen gute Ausbildungs- und Berufsangebote wichtig, um sie in der Region zu halten. Aber auch viefältige Möglichkeiten für Freizeit und Kultur seien wichtig.
Eine Menge Geld sei zurückliegend in den Ausbau der schulischen Angebote geflossen, ein wichtiges Kriterium gerade für junge Familien. Beispielhaft nannte Bramlage das neu gegründete und in enormem Tempo ausgebaute Gymnasium auf dem Fehn sowie die schulische Ganztagsbetreuung. Besonders stolz sei er auch auf die erfolgreiche Entwicklung des Krankenhauswesens im Landkreis Leer mit vorbildlichen medizinischen Angeboten in Leer, Weener und auf Borkum. Die Stipendien für junge Medizinstudenten zeigten ebenfalls erste Früchte. Als Herausforderung der Zukunft nannte Bramlage die Frauenerwerbstätigkeit, bei der der Landkreis Leer leider noch erheblich hinterher hinke. An alle Beteiligten am Thema Ems appellierte Bramlage, Ökonomie und Ökologie auf einen Nenner zu bringen und dabei den Standort der Meyer Werft in Papenburg zu sichern.
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