Landtagswahl in Bayern
16. September 2013 - Daniel von Fromberg
„Schwerer Schlag für Schwarz-Gelb“
dpa
Brachte die BayernSPD wieder nach vorne: Christian Ude (l.) mit SPD-Chef Gabriel in Berlin
Die Trendwende für die BayernSPD gibt auch der Bundespartei Rückenwind für den Endspurt im Wahlkampf. Beim Empfang des bayerischen SPD-Spitzenkandidat Christian Ude am Montag in Berlin machte SPD-Chef Sigmar Gabriel klar: Schwarz-Gelb ist angezählt, das Rennen für Rot-Grün bleibt weiter offen.
„Herzlichen Dank für diesen superengagierten Wahlkampf, für den Aufwärtstrend bei der SPD“, sagte Gabriel zu Beginn der Pressekonferenz am Montag im Berliner Willy-Brandt-Haus. Vor Udes Ernennung habe die BayernSPD in den Umfragen bei 15 Prozent gelegen – am Ende wurden daraus 20,6 Prozent!
Ude: SPD schafft Trendwende
„Wir haben die Trendwende geschafft!“, rief Ude unter großem Applaus dem prall gefüllten Atrium der SPD-Zentrale zu. Er würdigte das Wahlergebnis als „schweren Schlag für die schwarz-gelbe Koalition“, auch auf Bundesebene. In Bayern ist die FDP nun nicht mehr im Landtag vertreten, auch im Bund müssen die Liberalen nun zittern – und damit auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
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Gabriel: Auftakt für den Endspurt
Auch Gabriel machte klar: Das Ergebnis der Bayern-Wahl ist ein „guter Auftakt“ für die finale Phase des Bundestagswahlkampfs. Die enttäuschten Gesichter der aus dem Landtag geflogenen FDP hätten klargemacht: „Jetzt geht’s in den Endspurt!“
Dank gebühre auch dem bayerischen SPD-Landesvorsitzenden und Kompetenzteam-Mitglied Florian Pronold, so Gabriel: „Du hast aus dem bayerischen Landesverband eine kampfkräftige Partei gemacht. Dafür danken wir dir sehr“, sagte er in die Richtung Pronolds.
Ude dankt Bundes-SPD für Unterstützung
Diesen Dank gab Ude gerne und direkt an die Bundespartei zurück. Die massive Unterstützung sei beispiellos gewesen: „Es war fantastisch!“ Der Einsatz von Peer Steinbrück, Sigmar Gabriel und der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im bayerischen Wahlkampf habe der SPD Aufwind gegeben.
Doch die Wahl sei nicht nur für die SPD wichtig gewesen, sagte Ude: Auch „für die Demokratie“ sei die höhere Wahlbeteiligung „ein Fortschritt“. Dies habe vor allem daran gelegen, dass die Sozialdemokraten eine glaubwürdige Alternative zur CSU dargestellt hätten.