Gutachtentrickserei bei Glyphosat

Veröffentlicht am 21.05.2016 in Europa

Wie Politiker und die Öffentlichkeit hinters Licht geführt werden

Inzwischen hat das Thema Glyphosat, es handelt sich um das weltweit meist verkaufte Unkrautvernichtungsmittel, die Schlagzeilen der Weltpresse erreicht und die Parteien der GroKo entzweit. Die SPD hält sich an die Bewertung der Weltgesundheitsbehörde WHO, die das chemische Mittel als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hat. Die Union vertraut dem Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR, das das Gegenteil behauptet.

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Zeit, zu hinterfragen, wie die Urteile/Gutachten zustande kamen 

Die WHO hat zu Glyphosat eigene wissenschaftliche, unabhängige Untersuchungen und zusätzlich geforderte Fallstudien an Mäusen angestellt. Das Urteil: „Wahrscheinlich krebserregend“. Das BfR beruft sich auf diverse Studien, die es aber nicht selbst angefertigt oder in Auftrag gegeben hat. Es handelt sich um etliche, nicht öffentlich zugängliche Studien verschiedener Chemiekonzerne (!), die Glyphosat herstellen. Diese wurden vom BfR gesichtet und bewertet. Das Urteil des BfR ist mit dem Herstellerergebnis identisch! „Nicht krebserregend“

Interessant ist, dass sich die EU- Kommission diesem Urteil anschließt und  nicht dem abweichenden der WHO. Das heißt, dass sich die EU bei ihrer Empfehlung, Glyphosat nicht zu verbieten, ausdrücklich auf das deutsche Institut BfR beruft!

Dirk Hartwich http://spd-rhade.de

Bericht auf Grundlage eines umfangreichen Recherchebeitrags der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 10. Dezember 2015, Nr. 50. Dossier- Titel: „Was ist da drin?“ von Anke Sparmann -  http://www.zeit.de/2015/50/glyphosat- pflanzengift- krebs- gefahr- ernaehrung

 

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