In Würde leben und sterben - ein gesellschaftspolitische Anspruch

Veröffentlicht am 14.10.2020 in Allgemein

Warum „Augen verschließen“ zum Selbstbetrug führt

Unsere Gesellschaft altert. Wissen wir. Was tun? Familien und Kinder fördern! Wird gemacht. Der Erfolg ist erkennbar aber nicht durchschlagend. Parallel werden die Alten immer älter und pflegebedürftiger. Sie haben auch ein Recht, in Würde die letzte Wegstrecke zu gehen. Pflegeheime übernehmen nicht selten, wenn die Familien abwinken. Nicht erschrecken - jetzt die dazu ernüchternde Zahl: 60 Prozent aller Menschen, die stationär in ein Pflegeheim kommen, sind nach 12 Monaten tot! Der Gesundheitsminister der GroKo hat jetzt vorgeschlagen, den Eigenanteil der Pflegebedürftigen für 36 Monate auf 700 Euro zu deckeln. Wer weiß, dass der Pflegeplatz durchschnittlich in Deutschland 2015 Euro  pro Monat kostet, versteht, dass die dort untergebrachten Menschen in der Regel arm und mittellos auf das Ende warten. Klingt alles bitter, ist aber real. Daher ist der Vorschlag von Jens Spahn, mit Steuern das erwartete Defizit auszugleichen, ein Schritt in die richtige Richtung. Seine Unionsparteifreunde sind da nicht so richtig begeistert. Nicht wenige favorisieren, so wie die FDP schon immer, private Vorsorgemodelle. Wovon? - wird die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger fragen, für die der Monat zu viele Tage hat, um mit dem zu geringen Verdienst auszukommen. Wenn wir etwas verbessern und ändern wollen, müssen wir mit dem Selbstbetrug aufhören, alles ist gut (in Deutschland). Augen auf!

Eigener Beitrag auf Grundlage eines ZEIT-Artikels mit der Überschrift „Deckel drauf!“ vom 8. 10.2020   http://spd-rhade.de

 

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