Peer Steinbrück vorzuführen, gescheitert!

Veröffentlicht am 15.06.2013 in Allgemein

Nebenbei bemerkt – Ein kleiner Kommentar aus Rhade

Allgemein

Illner interviewt Steinbrück – Fair geht anders

Es ist spät geworden. Trotzdem will ich mal sehen (ZDF, Donnerstag letzter Woche) wie Frau Illner unseren Kanzlerkandidaten befragt, wie er auf mich wirkt, wie er sich präsentiert, ob er überzeugend ist.
Die Parteibrille habe ich zur Seite gelegt. Ich will versuchen, neutral zu sein.
Was zeichnet einen guten Journalismus aus? Kritische, flotte, etwas freche Fragen, um den Gesprächspartner aus der Reserve zu locken. Frau Illner will aber offensichtlich etwas anderes.

 

Sie versucht Peer Steinbrück vorzuführen. Nicht nur, dass er sich mit willkürlich ausgesuchten Facebook- Eintragungen, natürlich nur negativen, rechtfertigen soll, nein, auch eine live auftretende Sozialdemokratin darf verkünden, dass sie Gabriel für den besseren Kandidaten hält. Dazu noch „olle Kamellen“ und Zitate, die zeitlich und inhaltlich auseinandergerissen sind.
„Das finde ich nicht fair, Frau Illner“,
so der kontrollierte Widerspruch.
Überhaupt macht Steinbrück einen souveränen bis unterkühlt wirkenden Eindruck. Er punktet mit seiner Kenntnis, seiner ruhigen Art, seinem ungeheuren Wissen und seiner Fähigkeit, langatmige Fragen, kurz, knapp und verständlich zu beantworten.
Seine Versuche, Frau Illner immer wieder daran zu erinnern, dass es um wichtige politische Entscheidungen gehe, weil schwarz/gelb gescheitert sei, liefen leider fast ins Leere, weil sich die Moderatorin im Klein- Klein verlor und mehr auf eigene Wirkung bedacht war.
Fazit:
Das ZDF hat viel bessere Journalistinnen und Journalisten als Frau Illner. Und: Peer Steinbrück hat es schwer, gegen die veröffentlichte Meinung anzuargumentieren, wenn diese sich darin gefällt, Vorurteile bis ans Lebensende zu pflegen.
Peer Steinbrück kann Kanzler,
das wissen alle. Die letzten 100 Tage werden zeigen, ob er in den übrigen Medien fairer behandelt wird als an dem späten Donnerstagabend.

Dirk Hartwich

 

 

SPD-Ortsverein Heisfelde-Nüttermoor

                                                              

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„Wer die Wahrheit nicht weiß,
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