16.07.2018 in Europa
Weil Russland NATO-Ziel von 2% Militärausgaben locker erreicht

Helsinki (dpo) - Endlich macht es mal einer richtig! US-Präsident Donald Trump hat Wladimir Putin dafür gelobt, dass Russland das NATO-Ziel, mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ins Militär zu investieren, schon seit Jahren mühelos einhält. Seit seinem Amtsantritt mahnt Trump säumige NATO-Mitglieder immer wieder mit harten Worten dazu, endlich mehr für Rüstung auszugeben.
"4,3 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt. Genau so geht es!", schwärmte Trump, während er Putins Hand schüttelte. "Davon könnten sich Deutschland mit seinen 1,2 Prozent und die anderen Pazifisten in der EU eine Scheibe abschneiden."
Laut dem US-Präsidenten ist Russland neben Griechenland (2,27%), dem Vereinigten Königreich (2,1%), Estland (2,1%) und Lettland (2%) das einzige Land Europas, das das NATO-Ziel erreicht.
"Die NATO kann stolz auf Mitglieder wie Russland sein", so Trump. Der russische Präsident reagierte auf die Komplimente lediglich mit einem Lächeln. Geshen bei der Postillion
ssi, dan; Foto: picture alliance/Xinhua
16.07.2018 in Ortsverein
Ferienzeit, Urlaubszeit – Die Heisfelder-Nüttermoorer SPD informiert täglich aktuell
Auf diese Heisfelder-Nüttermoorer Steine können sie bauen
Eine Internetseite der anderen Art
Seit vielen Jahren kann auf dieser Seite gelesen werden, was die SPD- Basis denkt. Unabhängig von den Parteiführungen auf allen Ebenen. Der Heisfelder-Nüttermoorer SPD- Ortsverein versucht so, das Interesse an Politik hoch zu halten und an unsere gesellschaftspolitische Verantwortung, der Allgemeinheit gegenüber, zu erinnern. Wir werden auch in der Ferien- und Urlaubszeit versuchen, mit unterschiedlichen Beiträgen zu informieren oder zum Nachdenken anzuregen und auch um zu unterhalten. In diesem Sinne: Eine gute Erholung und ein täglicher Blick/Klick auf http://spd-heisfelde-nuettermoor.de. Empfehlen Sie uns bitte weiter!
15.07.2018 in Allgemein
Kathrin Schmidt hat das unten stehende Gedicht geschrieben, das eindringlich die andauernde Klimakrise veranschaulicht. Sie hat u. a. 2009 den Deutschen Buchpreis erhalten. Der WWF bietet Künstlern die Möglichkeit Position zu beziehen, um auf das weltweite Klimaproblem aufmerksam zu machen. Die Serie trägt den Titel „Stimmen zur Klimakrise“ und ist auf der unten stehenden Internetseite nachzulesen.
I’absence d’eau (Wassermangel)
der garten jammert, fleht um nasse gnade.
man springt. man sprengt. das wechselwarme reh,
das scheu den kopf schob durch das trockne weh,
zeigt sich im sonnenuntergang malade.
aus tau wird mau. maufrisch steht notgereiftes
Getreide auf den feldern, und die kirschen
einst rotgroß rund, vergehn mit einem knirschen
im mund. Im mai. In leibes kessel pfeift es
und will die kolik aus der skepsis reißen,
dass sie zur sepsis wird. globalentzündung
führt stirn auf stern zu letzter kirchengründung:
die wohlstandsfolie und ihr stummes gleißen
sind anzubeten, während blasse maden
die lebenden zum danse macabre laden.
Kathrin Schmidt
Nachsatz:
Beim veröffentlichten Gedicht handelt es sich um eine eigene Abschrift. Die Überschrift „l’absence d’eau“ wurde selbst in „Wassermangel“ übersetzt. Teil 1 erschien am 27. Juni 2018. Siehe auch www.wwf.de/Stimmen- zur- Klimakrise . Die Genehmigung zur Veröffentlichung wurde vom WWF eingeholt. Wir bedanken uns dafür. http://spd-rhade.de
10.07.2018 in Allgemein
Tiere gehören zum Cirkus - kein Wildtierverbot in Leer!?
Sehr geehrter Herr Candidus, sehr geehrter Harr Camilotto,
als Mitglied des Rates der Stadt Leer erreichte uns über das Büro der Bürgermeisterin Kuhl Ihr Schreiben zum Thema : Tiere gehören in den Zirkus. Das sehe ich völlig anders und kann die Organisation PETA nur unterstützen. Tiere gehören in den für sie vorgesehenen Lebensraum, ohne wenn und aber. Im Zeitalter des Internets, WWW und sämtlicher Medien, kann ich mir alle Tierarten in hervorragenden Dokumentationen in mein Wohnzimmer holen, so wie sie in Freiheit leben. Wir hatten in Leer ein trauriges Zoobeispiel mit „Onkel Heini“ und seinen Wildtieren, die einfach nur noch resigniert hatten und bemitleidenswert vor sich dahin vegetierten. Ich kenne a
llerdings auch Katzen, die nie die Freiheit kennenlernen werden und zu Stubenhockern gemacht wurden.
Ich kann mir keine Zirkusvorstellung ansehen, in denen Tiere gedemütigt werden, sei es ein Pudel im Kostüm oder ein Löwe, der Männchen machen muss.
Ich wünsche mir ein artgerechtes Leben für alle Tiere und denke, ein Zirkus kann mit Menschen und heimischen Tieren, die wir im Laufe der Zeit domestiziert haben, ein superschönes Programm auf die Beine stellen, im Ansatz war das einmal die Idee des Cirkus Roncalli.
Zirkus gerne, aber bitte ohne Wildtiere. Dass ein Zirkus ein Familienunternehmen ist, das auch ums Überleben kämpfen muss ist mir durchaus bewusst, aber die Leidtragenden sollten nicht die Tiere sein.
Beate Stammwitz
10.07.2018 in Bundespolitik
Klasse! Flüchtlingspolitik offenbar einziges ungelöstes Problem in Deutschland
Berlin (dpo) - Was für ein glückliches Land! Bis auf die Flüchtlingspolitik gibt es aktuell kein einziges Problem in Deutschland, das ein Handeln der Bundesregierung erfordert. Das ergab ein Blick auf die seit Monaten herrschende politische Debatte in Parteien, Medien und sozialen Netzwerken.
Demnach existieren Missstände wie Altersarmut oder Obdachlosigkeit hierzulande schlicht nicht. Auch einen Mangel an Pflegepersonal oder eine immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich sucht man vergeblich.
Stattdessen geht es seit Monaten ausschließlich darum, eine immer kleiner werdende Anzahl von Flüchtlingen durch immer umfangreichere Maßnahmen von der Einreise abzuhalten.
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| Kümmern sich rund um die Uhr um Flüchtlingspolitik, weil Deutschland keine anderen Probleme hat: Bundeskanzlerin und Innenminister |
Nicht existent sind dagegen soziale Ungleichheit, Umweltverschmutzung, Lohndumping, exzessiver Lobbyismus, marode Infrastruktur, Rassismus, Waffenlieferungen in Krisengebiete und zahlreiche weitere Missstände, die so viele andere Länder plagen.
Politikwissenschaftlerin Marianne Lamprecht erklärt: "Insofern sollten die Deutschen den Flüchtlingen sogar dankbar sein. Denn - selbst wenn sich kaum einer daran erinnern mag - vor ihrer Ankunft hatte auch Deutschland mit all diesen Problemen zu kämpfen."
Die Expertin warnt allerdings davor, die Einreise nach Deutschland noch weiter zu erschweren. "Nicht, dass am Ende die alten Probleme aus der Zeit vor der Flüchtlingskrise plötzlich alle wiederkommen. Deutschland bräuchte dann sofort tiefgreifende Reformen, die wahrscheinlich die Kompetenz der aktuellen Regierung weit übersteigen."
ssi, dan; Fotos: Shutterstock gesehen im Postilion