Sein gutes Recht, oder eine sehr befremd-
liche Einmischung?
Ein Beitrag von Horst Bohlen
Sein gutes Recht, oder eine sehr befremd-
liche Einmischung?
Ein Beitrag von Horst Bohlen
Der amtierende Bundespräsident hält die Linkspartei
in Thüringen für nicht vertrauenswürdig und mischt
sich mit diesen Äußerungen in die Parteipolitik und in
die Koalitionsbildung des Landes Thüringen ein.
Wenn es so kommen sollte wie geplant, werden SPD
und Grüne den Linken Bodo Ramelow mit einer Stimme
Mehrheit zum Ministerpräsidenten wählen. Ein Mitglieder-
votum bei der SPD läuft zur Zeit.
Man muß die Linkspartei nicht unbedingt mögen, in ihren
Reihen wirken noch viele "Stasi-Leute", aber sie hat
bewiesen, dass sie regierungsfähig ist.
In Mecklenburg-Vorpommern regierte die Linke mit
der SPD von 1998 bis 2006, in Berlin von 2002 bis 2011
und in Brandenburg seit 2009, jetzt jüngst bestätigt.
"Entzauberung der Linken durch Mitverantwortung",-
das schafft Normalität, und diese Normalität sollte
nach 25 Jahren Maueröffnung Maßstab in Deutschland
sein.
Wenn nun Bodo Ramelow Ministerpräsident in Thüringen
werden sollte, ist nicht die Demokratie in Deutschland
in Gefahr, sondern nach 25 Jahren CDU-Regierung
erfolgt ein ganz normaler politischer Wechsel.
Die jetzigen Äußerungen des Staatsoberhauptes zur
Linkspartei legen den Verdacht nahe,hier wird interve-
niert für eine Verlängerung der CDU-Verantwortung in
Thüringen, und das ist nicht die Aufgabe eines Bundes-
präsidenten. Die CDU selbst, die im Osten eine wenig
ruhmreiche Vergangenheit als Blockpartei hat, benutzt,
wenn ihr am Ende nichts mehr einfällt, gerne diese
SED-Klischees, und da zählt es auch nicht, dass sich
die Linkspartei in Thüringen dazu durchgerungen hat,
die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen. Eine Forde-
rung der "Selbstgefälligen", die das Wort Unrechtsstaat
zum Prüfstein für demokratische Gesinnung machen
wollen.-
Wie gut zu wissen,dass die jüngeren Bürger unseres
Landes nicht mehr in diesen Kategorien Ost-West
denken. Für sie sind die Debatten über "Stasipartei"
und Unrechtsstaat Debatten von gestern, geführt von
Leuten von gestern.
Die innere Einheit Deutschlands ist viel weiter, da
braucht es keine solchen unsäglichen Äußerungen.
Schon ein paar Wochen nach der Wahl von Ramelow
zum Ministerpräsidenten wird das Interesse in Berlin
für Thüringen und Rot-Rot-Grün wieder gegen
null sinken, weil all die Aufgeregten gemerkt haben,
dass Bananen auch in Erfurt noch gekauft werden können.
Horst Bohlen

1. Vorsitzender: Andreas Kunstreich-Deutsch
„Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“
Willy Brandt, 15. September 1992
| Besucher: | 1162722 |
| Heute: | 160 |
| Online: | 2 |
Bei gutem Wetter treffen wir uns Sonntags um 11.00 Uhr vorm Vereinsheim Frisia Loga. Wir gehen etwa eine Stunde. Neue Gesichter (auch ohne Parteibuch) sind herzlich willkommen.
Wir spenden Blut, denn wir lieben das Leben!!
Die nächste OV - Sitzung findet, am 11.08.2026, in Günters Hütte, im Lütjeweg statt.
AG 60plus trifft sich jeden 2. Mittwoch im Monat um15:00 Uhr in der SPD- Geschäftsstelle, Leer, Friesenstr.
Vorsitz: Anja Troff-Schaffarzyk
Tel.: 0491 – 611 60
Fax.: 0491 – 535 3
Per Email: anja.troff-schaffarzyk.wk@bundestag.de
Mitglieder des OV-Heisfelde-Nüttermoor:
Beate Stammwitz
Anja Troff-Schaffarzyk
Telefon:+49 30 227 73923
Mail: anja.troff-schaffarzyk@bundestag.de