Es stand so nicht in der "Ossi Times"

Veröffentlicht am 24.05.2015 in Kommunalpolitik

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          Foto: maerchen-welt.net

 

"Das Märchen vom Schwimmbad“

Liebe Kinder,

   es war einmal eine kleine Stadt im schönen Ostfriesland. Die hatte ein Schwimmbad. Das war schon alt und in die Jahre gekommen. Die Stadt wollte Gelder sparen, denn es war teuer ein solches Schwimmbad zu unterhalten. So wurde es an einen privaten Betreiber vermietet. Aber der wollte Geld an dem Bad verdienen und nichts dafür ausgeben. So wurden nur wenige Reparaturen gemacht, Schimmel, Kakerlaken und Legionellen fühlten sich dort total wohl. Aber nicht die Menschen, die zum Schwimmen kamen, die ekelten sich. Macht nichts, sagte der Betreiber, auch nichts, dass die

Fliesen abbröckelten und man sich im hohen Gras mühelos verstecken konnte. 

   Aber da kam das Gesundheitsamt und sagte : neeee !! Schluss !! Den Laden machen wir dicht. Wenn hier jemand schwimmen will, dann nur, wenn man nicht krank werden oder sich verletzen kann.

Aber das wollte der Betreiber nicht, zu teuer. Die Stadt sollte zahlen, aber die wollte nicht. Also machte er das Bad zu und zog die Stöpsel aus den Becken. Schluss mit Baden. Aber auch Schluss mit Schulschwimmen und DLRG und Training für die Schwimmvereine. 

   Ein neues Bad muss her, sagte die Politik. Sagten die Bürger. Sagte die Verwaltung. Sagte der Landkreis. Sagten alle.

Aber das ist nicht so einfach. Da müssen erst Gutachten her, Planungen, Ausschreibungen, das dauert. Und das kostet. Nicht nur viel Geld, sondern auch viel Zeit. 4 Jahre, dann sollte ein neues Bad fertig sein. Aber ohne das alte. Neee, sagte die SPD, ohne uns !! Wir wollen beides , das alte Bad für die 4 Jahre Bauzeit nutzbar machen und gleichzeitig das neue daneben bauen. Platz ist da genug. 

Das sagten auch die GRÜNEN. Aber das wollte die Bürgermeisterin nicht. Und die FDP nicht. Und die CDU nicht (und die KWG dann natürlich auch nicht), die hatten andere Pläne. 

   Eine große Sitzung wurde einberufen, eine Planung vorgestellt : das neue Bad sollte genau dahin, wo das alte Bad stand. Aber gleichzeitig kann man dann doch keinen Schwimmunterricht mehr  machen !! Das merkten auch die PolitikerInnen und die meisten stimmten für den Erhalt des alten Schwimmbades so lange, bis das neue steht und das möglichst schnell. Und das ist gut so!

Und so kam es dann auch.

Und die Moral von der Geschichte : manchmal ist es gut eine Kakerlake zu sein, um sich in einem Schwimmbad wohl zu fühlen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!

 

Das Märchen ist frei erfunden, ohne Ähnlichkeiten zu lebenden Personen, 

eure Märchenerzählerin Beate

 

SPD Ortsverein-Heisfelde-Nüttermoor

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Willy Brandt, 15. September 1992

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