28.01.2020 in Kommunalpolitik
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27.01.2020 auf dem Denkmalsplatz in Leer. Teilnehmer*innen der Menschenkette, Mitglieder der Jusos, Vertreter des Reichsbanners, der SPD Chor „Rote Töne“ und Albrecht Weinberg, der es sich auch mit 95 Jahren nicht hatte nehmen lassen, der Gedenkfeier zur Befreiung des Lagers Auschwitz beizuwohnen. Zeitzeuge und Vermittler, Betroffener und Mahner, Versöhner und Erinnerer an das größte Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Aber wo waren sie, die gewählten, politisch Verantwortlichen in der Stadt Leer? Für unsere SPD waren nur die Ratsmitglieder Susanne Westermann, Stefan Störmer und Serhat Özdemir dort. Sieht so Zivilcourage aus? Wir sind alle gefordert, jeder Form von Antisemitismus und Rassismus entgegenzutreten, und das öffentlich!! Denn er ist wieder da, der Hass, der allem vorausgegangen ist!!
Beate Stammwitz
28.01.2020 in Allgemein
"Gepriesen sei der Herr, […] dass er mich heute hier sein lässt."
Welche Gnade, welches Geschenk, dass ich heute hier in Yad Vashem zu Ihnen sprechen darf.
Hier in Yad Vashem brennt die ewige Flamme der Erinnerung an die Toten der Shoah.
Dieser Ort erinnert an ihr millionenfaches Leid.
Und er erinnert an ihr Leben – an jedes einzelne Schicksal.
Dieser Ort erinnert an Samuel Tytelman, ein begeisterter Schwimmer, der bei Makkabi Warschau Wettkämpfe gewann, und an seine kleine Schwester Rega, die ihrer Mutter beim Kochen für den Schabbat half.
Dieser Ort erinnert an Ida Goldiş und ihren dreijährigen Sohn Vili. Im Oktober wurden sie aus dem Ghetto Chișinău deportiert, und im Januar, in bitterster Kälte, schrieb Ida ein letztes Mal an ihre Eltern: "Ich bedaure aus tiefster Seele, dass ich beim Abschied die Bedeutung des Augenblicks nicht erfasste, […] dass ich Dich nicht fest umarmt habe, ohne loszulassen."
Deutsche haben sie verschleppt. Deutsche haben ihnen Nummern auf die Unterarme tätowiert. Deutsche haben versucht, diese Menschen zu entmenschlichen, zu Nummern zu machen, im Vernichtungslager jede Erinnerung an sie auszulöschen.
Es ist ihnen nicht gelungen.
Samuel und Rega, Ida und Vili waren Menschen. Und Menschen bleiben sie in unserer Erinnerung.
Hier in Yad Vashem wird ihnen – wie es im Buch des Propheten Jesaja heißt – "ein Denkmal und ein Name"
gegeben.
Vor diesem Denkmal stehe auch ich als Mensch – und als Deutscher.
Ich stehe vor ihrem Denkmal. Ich lese ihre Namen. Ich höre ihre Geschichten. Und ich verneige mich in tiefer Trauer.
Samuel und Rega, Ida und Vili waren Menschen.
Und auch das muss ich hier und heute aussprechen: Die Täter waren Menschen. Sie waren Deutsche. Die Mörder, die Wachleute, die Helfershelfer, die Mitläufer: Sie waren Deutsche.
27.01.2020 in Allgemein
Das Foto zeigt ein Bild von Schwester Paula - Tisa von der Schulenburg. Eigenes Foto (Dirk Hartwich SPD Rhade)
Gedenkstunde im Bundestag am Mittwoch
Der Bundestag gedenkt am Mittwoch, 29. Januar 2020, in einer Sonderveranstaltung der Opfer des Nationalsozialismus. Anlass ist der 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen am 27. Januar 1945. Nach einer Begrüßungsansprache von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble werden Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier und der Präsident des Staates Israel, Reuven Rivlin, die Gedenkreden halten. Die Gedenkstunde beginnt um 11 Uhr im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes. Die Gedenkstunde wird ab 11 Uhr live im Parlamentsfernsehen und im Internet auf www.bundestag.de übertragen.
Übernommen von www.bundestag.de
27.01.2020 in Presse
Im Großen und Ganzen mag die deutsche Aufarbeitung der Shoah beflissen und beharrlich erscheinen – zumindest einmal was Museen und Denkmäler, die regelmäßigen Würdigungen und Gedenkstunden angeht. Aber die Aufarbeitung begann unfassbar spät, verlief mühsam und musste viel Unwillen und Widerstand überwinden. Und auf eine wichtige Frage lassen all die Veranstaltungen und Grußworte leider keinen Rückschluss zu: Wieviel Interesse ist in der Bevölkerung wirklich vorhanden, wieviel Empathie empfindet der oder die Einzelne für die Opfer des Genozids?
Nach dem Ende der Hitler-Diktatur sollten zwei Jahrzehnte vergehen, bis die von der Adenauer-Ära beförderte Verdrängung und Verleugnung der deutschen Schuld ein Ende fand. Allein dem mutigen Widerstand des Staatsanwalts und Frankfurter Juden Fritz Bauer haben wir es zu verdanken, dass einige wenige Nazi-Schergen in den Auschwitz-Prozessen zur Rechenschaft gezogen wurden. Aber erst heute wissen wir, wie die alten NSDAP-Seilschaften in der jungen Bonner Republik dafür sorgten, dass die meisten Taten ungesühnt und die Täter unbehelligt blieben.
Bild von Facebook.........................................................................
24.01.2020 in Allgemein
Ich gedenke – Ich trauere – Ich vergesse nicht - Ich schäme mich
Ich könnte „die Gnade der späten Geburt“ geltend machen, so hat des der frühere Bundeskanzler Kohl 1983/84 missverständlich ausgedrückt, um die deutsche Schuld am millionenfachen Mord an den Juden, den vor 1930 Geborenen zuzuweisen. Natürlich weiß ich, dass es keine deutsche Kollektivschuld gibt. Aber eine Kollektivscham stände uns Spätgeborenen gut zu Gesicht. Nur dann kann nämlich offen das Grauen wahrgenommen und ein offensives Engagement gegen das Vergessen begonnen werden. Heute, vor 75 Jahren wurde das KZ Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Ein Gedenktag? Ja, einer mit besonderem Auftrag. NIE WIEDER! So hat es sich bei mir eingebrannt, als ich die NS-Zeit „verstanden“ und die unglaublichen Auschwitz-Bilder gesehen habe. Dass Dorsten ein brauner Mosaikstein im Ganzen war, wissen wir spätestens seit 1980. In mehreren Büchern, mit dem Titel „Dorsten unterm Hakenkreuz“, hat eine Dorstener „Forschungsgruppe von unten“ das dokumentiert, was auch hier war und bislang verschwiegen wurde. Und heute, 75 Jahre nach Kriegsende und Auschwitz denke ich an die Opfer, trauere mit den Hinterbliebenen und schäme mich für das, was Deutsche und Deutschland uns dauerhaft als geschichtliche Last auf die Schultern gelegt haben. Blicken wir den Wenigen, die Auschwitz überlebt haben, direkt in die Augen. 75 von ihnen hat der Fotograf Martin Schoeller beeindruckend portraitiert*, dass wir in den Gesichtern lesen und nicht vergessen können.
Dirk Hartwich http://spd-rhade.de
*) SURVIVORS – Faces of Life after the Holocaust. Zeche Zollverein Essen bis zum 26. April
Bertolt Brecht
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SPD-Stammtisch
Jeden 1. Donnerstag im Monat lädt die SPD in der Stadt Leer zu ihrem Stammtisch in der Gaststätte "De Pütt", Ulrichstraße 37, ein. Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Stammtisch ist wie immer offen für alle und alles.
SPD.Löppt.
Walken mit SPD.Löppt.– Die Walkinggruppe der SPD „SPD.Löppt.“ ist wieder unterwegs. Am 01. November um 11 Uhr geht es los auf dem Parkplatz am Hallenbad Plytje. Wir freuen uns auf alle, die Lust auf Walking für ungefähr fünf Kilometer haben – so schnell, dass alle mithalten können. Die Gruppe trifft sich jeden Sonntag um 11 Uhr. Neue Gesichter sind herzlich willkommen!
findet am 10.11.2026, um 19:30 Uhr
in Günters Hütte, im Lütjeweg statt.
Tel.: 0491 – 61160
Fax.: 0491 – 5353
Per Email: anja.troff-schaffarzyk.wk@bundestag.de
Mitglieder des OV-Heisfelde-Nüttermoor:
Mail: beate@stammwitz.info
Mail: beate@stammwitz.info
Telefon:+49 30 227 73923
Mail: anja.troff-schaffarzyk@bundestag.de