Topartikel Allgemein Zitat der neuen Woche !

- Im Jahr 2013 forderte Sigmar Gabriel Bild.de

 zufolge, mit acht Thesen den Banken-und Finanz-

 sektor zu bändigen:

  " *Banken erpressen die Staaten,

    *Banken diktieren die Politik

   * Einige Banken leisten Beihilfe zur Steuer-

     kriminalität

   * Banken zahlen unanständige Gehälter

     * Banken spekulieren riskant mit dem Geld der

     Sparer

   * Banken zocken ihre Kunden ab

   * Banken halten sich nicht an Selbstverpflichtungen

   * Banken manipulieren "

         - und nun will er es umsetzen-

Veröffentlicht am 26.01.2020

 

Kommunalpolitik Aber wo waren sie, die gewählten, politisch Verantwortlichen in der Stadt Leer?

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27.01.2020 auf dem Denkmalsplatz in Leer. Teilnehmer*innen der Menschenkette, Mitglieder der Jusos, Vertreter des Reichsbanners, der SPD Chor „Rote Töne“ und Albrecht Weinberg, der es sich auch mit 95 Jahren nicht hatte nehmen lassen, der Gedenkfeier zur Befreiung des Lagers Auschwitz beizuwohnen. Zeitzeuge und Vermittler, Betroffener und Mahner, Versöhner und Erinnerer an das größte Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Aber wo waren sie, die gewählten, politisch Verantwortlichen in der Stadt Leer? Für unsere SPD waren nur die Ratsmitglieder Susanne Westermann, Stefan Störmer und Serhat Özdemir dort. Sieht so Zivilcourage aus? Wir sind alle gefordert, jeder Form von Antisemitismus und Rassismus entgegenzutreten, und das öffentlich!! Denn er ist wieder da, der Hass, der allem vorausgegangen ist!!

Beate Stammwitz

Veröffentlicht am 28.01.2020

 

Allgemein Rede unseres Bundespräsident in Yad Vashem

 

"Gepriesen sei der Herr, […] dass er mich heute hier sein lässt."

Welche Gnade, welches Geschenk, dass ich heute hier in Yad Vashem zu Ihnen sprechen darf.

Hier in Yad Vashem brennt die ewige Flamme der Erinnerung an die Toten der Shoah.

Dieser Ort erinnert an ihr millionenfaches Leid.

Und er erinnert an ihr Leben – an jedes einzelne Schicksal.

Dieser Ort erinnert an Samuel Tytelman, ein begeisterter Schwimmer, der bei Makkabi Warschau Wettkämpfe gewann, und an seine kleine Schwester Rega, die ihrer Mutter beim Kochen für den Schabbat half.

Dieser Ort erinnert an Ida Goldiş und ihren dreijährigen Sohn Vili. Im Oktober wurden sie aus dem Ghetto Chișinău deportiert, und im Januar, in bitterster Kälte, schrieb Ida ein letztes Mal an ihre Eltern: "Ich bedaure aus tiefster Seele, dass ich beim Abschied die Bedeutung des Augenblicks nicht erfasste, […] dass ich Dich nicht fest umarmt habe, ohne loszulassen."

Deutsche haben sie verschleppt. Deutsche haben ihnen Nummern auf die Unterarme tätowiert. Deutsche haben versucht, diese Menschen zu entmenschlichen, zu Nummern zu machen, im Vernichtungslager jede Erinnerung an sie auszulöschen.

Es ist ihnen nicht gelungen.

Samuel und Rega, Ida und Vili waren Menschen. Und Menschen bleiben sie in unserer Erinnerung.

Hier in Yad Vashem wird ihnen – wie es im Buch des Propheten Jesaja heißt – "ein Denkmal und ein Name" gegeben.

Vor diesem Denkmal stehe auch ich als Mensch – und als Deutscher.

Ich stehe vor ihrem Denkmal. Ich lese ihre Namen. Ich höre ihre Geschichten. Und ich verneige mich in tiefer Trauer.

Samuel und Rega, Ida und Vili waren Menschen.

Und auch das muss ich hier und heute aussprechen: Die Täter waren Menschen. Sie waren Deutsche. Die Mörder, die Wachleute, die Helfershelfer, die Mitläufer: Sie waren Deutsche.

Veröffentlicht am 28.01.2020