06.09.2017 in Bundespolitik

Meinungsforscher verwirren mit unterschiedlichen Umfrageergebnissen
Verwundert haben sich viele nach dem so genannten Duell die Augen gerieben. Obwohl Martin Schulz souverän agierte und an jeder Stelle die hohen Erwartungen erfüllte, wurde Minuten nach der Sendung mit Umfrageergebnissen und begleitender Diskussion (Anne Will) versucht, ein anders Bild zu zeichnen. Meinungsforschungsinstitute, die ganz andere Ergebnisse ermittelt haben, rücken erst jetzt in den Blickpunkt. Nun sieht die Welt, sprich Wahlvorhersage schon wieder anders aus. Martin Schulz ist ein Vorbild auf allen Ebenen. Der Begriff WAHLKAMPF wird von ihm wirklich vorgelebt. Interessant auch, dass nach und nach die öffentlich Kritik an der Amtsinhaberin wächst, sich nicht der Konkurrenz und der Wählerschaft zu stellen. Sogar zarte Selbstkritik der TV- Sender, die von der Kanzlerin zu dem unmöglichen TV- Format gezwungen wurden, ist zu hören. Am 24. September wird gewählt und ausgezählt. Noch 18 Tage!
Eigener Bericht http://spd-rhade.de
05.09.2017 in Bundespolitik
Ich wurde heute auf dem Weg zum Briefkasten nicht erschossen.
Ich habe eine Frau gesehen, die alleine Auto gefahren ist. Ich bin an zwei Typen vorbei, die sich auf offener Straße geküsst haben. Ich war satt, weil es was zu frühstücken gab. Mein Vater sitzt nicht im Knast, obwohl er öffentlich seine Meinung äußert. Und als ich den Wahlbrief eingeworfen habe, wusste ich wie gut ich es habe, in einem freien Land zu leben.
Geht wählen! Es ist nicht Bürgerpflicht sondern Privileg. Es ist hart erkämpfte Freiheit die nicht selbstverständlich ist. Gesehen auf Facebook M.Tietjen
04.09.2017 in Bundespolitik
Leer - In einem Interview mit "Moin Loga" äußerte sich der SPD-MdB Markus Paschke zur Arbeit der SPD in der Großen Koalition und zur kommenden Bundestagswahl:
Moin Loga: Markus, warum soll man eigentlich am 24. September SPD wählen?
Markus Paschke: Wir wollen die Zukunft gerecht gestalten - im Unterschied vor allem zur Union. Sie setzt auf ein „Weiter so“, hat keinen Plan, wie sie mit der Digitalisierung der Wirtschaft umgehen will, welche Leitplanken sie einsetzen will, wie sie die Rente sicher und auskömmlich gestalten will. Wir brauchen beispielsweise die paritätische Finanzierung bei der Rente oder bei der Krankenkasse. Das sind nur einige Beispiele. Es geht um mehr Gerechtigkeit. Wer das will, der muss SPD wählen.
Moin Loga: Viele sagen, Merkel macht das doch irgendwie, und die vier Jahre hat die SPD doch mitregiert. Wie siehst Du die vergangenen vier Jahre?
Markus: Merkel hat immer dann gute Arbeit geleistet, wenn sie Projekte der SPD verkauft hat. Der Antreiber in der Großen Koalition war die SPD - dafür gibt es zahlreiche Beispiele.
Moin Loga: Du bis also zufrieden mit Deiner ersten Periode als Abgeordneter?
Markus: Sehr zufrieden. Wenn man mich am Wahlabend 2013 gefragt hätte, hätte ich das bei weitem nicht für möglich gehalten, dass wir so viele Verbesserungen umsetzen, die den Menschen konkret zugute kommen. Darum geht es doch letztlich.
Moin Loga: Na ja, viele sehen die SPD auch als Umfaller, die immer wieder von ihren Positionen abgerückt sei…
Markus: …wir haben viele Schritte in die richtige Richtung gemacht. Der Mindestlohn bringt immerhin fünf Millionen Menschen mehr Geld in die Tasche. Was ist daran falsch? Politik ist nie am Ziel - man ist immer auf dem Weg. Unsere Demokratie lebt von Kompromissen. Es handelt sich dabei einfach um den Ausgleich unterschiedlicher Interessen - ein Erfolgsrezept unserer Demokratie. Das heißt auch, dass niemand seine Position zu 100 Prozent umsetzen kann. Ich kann jedenfalls mit den Kompromissen gut leben. Wenn wir mehr Stimmen haben, setzen wir mehr um. Das können wir gerne in der nächsten Wahlperiode machen.
Aus "Moin Loga", übernommen. Fortsetzung folgt
03.09.2017 in Bundespolitik
Zur Erinnerung. Die eigentliche Wahl findet am 24. September statt. Die Medien wollten aber schon jetzt eine Entscheidung. Und die Politik tappt in diese Falle. Sie macht mit. Gewertet wird, wer sympathischer rüberkommt, wer angriffslustiger ist, wer mehr Kompetenz verkörperte. Und das alles in 90 Minuten.
Obwohl die SPD als Juniorpartner der Großen Koalition wieder mal 4 Jahre lang die erfolgreicheren Minister und die besseren Ergebnisse vorweisen kann, scheint die Amtsinhaberin davon zu profitieren. So jedenfalls eine repräsentative Meinungsumfrage am Ende einer Fernsehsendung, die die wichtigsten welt- und innenpolitischen Themen fernsehtauglich in 1 ½ Stunden mit 4 Fragestellern abzuhandeln versuchte. Noch 20 Tage haben Martin Schulz und die SPD Gelegenheit, die öffentliche Meinung zu gewinnen. Die veröffentlichte Meinung kann nicht gewonnen werden. Politische Journalisten scheinen in Mehrzahl alles besser zu wissen, als jeder Politiker. Sie haben seit Tagen mit ihrer persönlichen Wertung, dass das die letzte Chance von Martin Schulz sei, eine Erwartung erzeugt, die von keiner politisch handelnden Person erfüllt werden kann. Aufgeben? Nein! Der SPD ist auf allen Ebenen zu raten, sich nicht herunterziehen zu lassen. Endgültig gewählt wird erst am 24. September.
Eigener Bericht http://spd-rhade.de