14.02.2020 in Bundespolitik

Rede des Bundespräsidenten zum 75. Jahrestag, der Bombadierung Dresdens

 

Vor wenigen Monaten, am 1. September, stand ich im Morgengrauen auf dem Marktplatz einer kleinen Stadt in Polen: Wieluń, den meisten Deutschen wenig bekannt. Gemeinsam mit dem polnischen Präsidenten, in Anwesenheit von trauernden Bürgerinnen und Bürgern, haben wir dort der Bombardierung der Stadt vor achtzig Jahren gedacht.

Damals, am 1. September 1939, brachten Sturzkampfbomber der deutschen Luftwaffe Tod und Zerstörung über Wieluń – ohne jede Vorwarnung. Ihr Bombenhagel traf eine ahnungslose, wehrlose und militärisch völlig unbedeutende Stadt. Er zertrümmerte das Krankenhaus, verwüstete den Marktplatz, brannte den Stadtkern nieder, tötete in der ersten Stunde des Krieges 1.200 Menschen.

Die Bomben von Wieluń waren das erste Verbrechen in einem Krieg, den das nationalsozialistische Deutschland in die Welt trug. Sie waren Vorboten des Grauens, das deutsche Selbstüberhebung, deutscher Rassenwahn und deutscher Vernichtungswille in den folgenden sechs Jahren über Europa brachten. Sie markieren den Beginn einer Entgrenzung der Gewalt, die im Zweiten Weltkrieg weit mehr als fünfzig Millionen Menschen das Leben kostete. Der sechs Millionen ermordeten Juden, der Gequälten und Ermordeten in den Konzentrationslagern haben wir erst vor wenigen Wochen in Yad Vashem, Auschwitz und Berlin gedacht.

Der Angriff auf Wieluń war auch der Auftakt zu einem brutalen Bombenkrieg, in dem die Zivilbevölkerung in den Städten ins Fadenkreuz geriet. Die deutsche Luftwaffe auf der einen, britische und amerikanische Bomber auf der anderen Seite zerstörten im Verlauf des Krieges hunderte Städte in fast allen Ländern Europas. Sie zogen eine noch nie dagewesene Spur der Verwüstung, die von Großbritannien über Deutschland bis nach Russland reichte. Als dieser Krieg im Mai 1945 mit der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus endete, lagen weite Teile des Kontinents unter Asche und in Trümmern.

Heute haben wir uns hier versammelt, um an die Luftangriffe auf Dresden vor 75 Jahren zu erinnern. Wir gedenken der Opfer des Bombenkrieges in dieser Stadt, in Deutschland und in Europa. Und wir gedenken aller Opfer von Völkermord, Krieg und Gewalt.

Das Inferno, das in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 über Dresden hereinbrach, haben Augenzeugen immer wieder beschrieben. In zwei Wellen bombardierten britische Flugzeuge die Stadt. Brand- und Sprengbomben entfachten einen verheerenden Feuersturm. Als die Amerikaner die Luftangriffe am Aschermittwoch fortsetzten, blickten sie auf eine brennende Stadt.

Heute wissen wir: Bis zu 25.000 Menschen kamen damals ums Leben, große Teile des historischen Stadtkerns und angrenzender Wohnviertel wurden verwüstet. Innerhalb weniger Stunden zerstörten die Bomben vieles von dem, was Menschen hier in Dresden über Jahrhunderte aufgebaut hatten.

Wen die Bomben trafen, blieb dabei dem Zufall überlassen. Sie gingen auf Kinder, Frauen und Männer nieder, auf Dresdner und auf Flüchtlinge aus Ostpreußen und Schlesien. Sie fielen auf Soldaten wie auf Kriegsgefangene; auf überzeugte Nazis und Gestapo-Leute wie auf Widerstandskämpfer, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Und so zufällig, wie die Bomben zehntausende Menschenleben auslöschten, so zufällig retteten sie auch einige wenige: Jüdinnen und Juden wie Henny Wolf oder Victor Klemperer rissen sich in jener Nacht den gelben Stern von der Kleidung und konnten im allgemeinen Chaos untertauchen oder fliehen.

Wer den Feuersturm überlebte, war oft körperlich und seelisch schwer gezeichnet. Das Heulen der Sirenen, das unheilvolle Dröhnen der Flugzeuge und das rote Leuchten am Himmel; die Todesangst und die Enge im Keller; die Einschläge der Bomben, das splitternde Glas und die zerberstenden Mauern; das tosende Feuer, das allen Sauerstoff aus Straßen, Häusern und Trümmerhöhlen sog; die verbrannten Menschen und das Skelett der Stadt – unzähligen Augenzeugen sind die Bilder, Geräusche und Gerüche der Schreckensnacht nie mehr aus dem Kopf gegangen. Angst und Ohnmacht haben sich tief in ihre Seelen gefressen. Und wer in den folgenden Tagen mithalf oder als Zwangsarbeiter mithelfen musste, die entstellten Leichen aus den Ruinen zu bergen, auch den hat das Grauen oft nie wieder losgelassen.

Viele haben ihre Erlebnisse in Notizen, Briefen oder Tagebüchern festgehalten und versucht, die bedrückende Last auf diese Art zu bannen. Viele haben ihren Kindern und Enkeln davon erzählt. Manche haben erst Jahre später die Kraft gefunden, über ihre Geschichte zu sprechen – ermutigt auch durch ein neues öffentliches Interesse am Bombenkrieg, durch die Debatten um Leid und Schuld, die wir seit Ende der 1990er Jahre in unserem Land geführt haben.

Hier in Dresden sind es die Stimmen von Dora Baumgärtel und Liesbeth Flade, von Günter Jäckel, Götz Bergander und vielen anderen, die uns von jener Nacht und der anschließenden Not berichten. Viele der Überlebenden sahen ihre Angehörigen nie wieder; hatten ihre Wohnung und ihre persönlichen Erinnerungsstücke verloren; besaßen nur noch das, was sie hatten greifen können, als der Alarm losging. Wer mit dem Leben davongekommen war, der suchte oft verzweifelt Halt auf den Trümmern seiner Heimat.

13.02.2020 in Bundespolitik

Aktion Rote Hand.

 

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10.02.2020 in Bundespolitik

Aktuell: Thüringenkrise hat mit voller Wucht Berlin erreicht

 

Kramp-Karrenbauer zurückgetreten. CDU kopf- und führungslos. Richtungsstreit hat Katastrophenpotenzial. Zukunft der GroKo ungewiss.

Eine kurze, aktuelle Einschätzung aus Rhade

08.02.2020 in Bundespolitik

Aktion gegen Rechts

 

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Alle SPD Ortsvereine aus Leer waren an dieser Aktion in der Mühlenstr beteiligt, mit Stadträten, Vereinsvorsitzenden, wurde gegen Rechts in jeder Form und gegen die in Thüringen besonders , Flagge gezeigt. Was dort und wie es gelaufen ist, spottet jedem, der unter den Rechten zu leiden hatte. Die "Liberalen", was für eine Perversion in diesem Zusammenhang, können es nicht aus der Welt schaffen. Und die Christsozialen, was ist daran ist christlich, sich mit den Höckes dieser Republik zu verbünden? Auch in Berlin muß ganz klar getrennt werden. Wir Sozis, müssen hier klare Kante zeigen, ohne Kompromisse. Unterhosenpolitik muss der Kampf angesagt bleiben, gegen alle die, die das "Braune" nach außen kehren.                     Helmut Burghardt  

06.02.2020 in Bundespolitik

Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, 06.02.2020

 

Ministerpräsidentenwahl in Thüringen Kein Fußbreit dem Faschismus!

Was gestern in Thüringen passiert ist, stellt den Grundkonsens unserer Republik in Frage: keine gemeinsame Sache mit Faschisten zu machen. Das ist ein absoluter Tabubruch, ein rabenschwarzer Tag in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Dass CDU und FDP in Thüringen gemeinsam mit der faschistischen Höcke-AfD einen Ministerpräsidenten an die Macht wählen, ist verantwortungslos, unverzeihlich und unerträglich. Wir sind entsetzt über diesen geschichtsvergessenen Dammbruch.

Das war kein Zufall, auch kein „Unfall“, wie die Reaktionen aus CDU, FDP und AfD zeigen. Das war geplant und abgesprochen.

Für uns stellen sich sehr ernste Fragen an die CDU-Führung im Bund. Fragen, auf die wir klare Antworten und Konsequenzen verlangen. Deshalb treffen wir uns am Samstag zu einem Sonder-Koalitionsausschuss. Danach werden wir in den Parteigremien beraten.

Für uns ist klar: Wer mit Faschisten paktiert, darf in diesem Land keine Verantwortung tragen. Kemmerich darf nicht Ministerpräsident bleiben. Wir erwarten von Christian Lindner und Annegret Kramp-Karrenbauer, dass sie ihrer Verantwortung als Parteivorsitzende gerecht werden und diesem gefährlichen Spiel ein Ende machen.

Die SPD wird niemals eine Regierung oder einen Ministerpräsidenten unterstützen, der mit den Stimmen der AfD an die Macht gekommen ist. Die Thüringer SPD hat hier unsere volle Unterstützung.

Seit über 156 Jahren gilt für die SPD: Kein Fußbreit dem Faschismus!

Gegen die Feinde der Demokratie und des Zusammenhalts unserer Gesellschaft müssen alle Demokratinnen und Demokraten geschlossen zusammenstehen und entschieden handeln.

Gegen rechts muss man eintreten!

SPD-Ortsverein Heisfelde-Nüttermoor

Vorsitzender: 

Andreas Kunstreich-Deutsch                                                                           

Spruch des Monats

„Wer die Wahrheit nicht weiß,
der ist bloß ein Dummkopf.
Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt,
der ist ein Verbrecher.“ 

Bertolt Brecht

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SPD-Stammtisch

Jeden 1. Donnerstag im Monat lädt die SPD in der Stadt Leer zu ihrem Stammtisch in der Gaststätte "De Pütt", Ulrichstraße 37, ein. Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Stammtisch ist wie immer offen für alle und alles.



Walken mit der SPD

SPD.Löppt.

Die Walkinggruppe der SPD „SPD.Löppt.“ ist wieder unterwegs. Am 30. August um 11 Uhr geht es los auf dem Parkplatz am Hallenbad Plytje. Wir freuen uns auf alle, die Lust auf Walking für etwas mehr als fünf Kilometer haben – so schnell, dass alle mithalten können. Die Gruppe trifft sich jeden Sonntag um 11 Uhr. 





Die nächste OV-Sitzung

findet am 08.09.2026, um 19:30 Uhr

in Günters Hütte, im Lütjeweg statt. 



SPD Kreisverband

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Anja Troff-Schaffarzyk

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